Göttle Stein

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Der „Göttle Stein“ (2 162 m ü. A.) ist ein Fels im Osttiroler Tauerntrog, dessen überhängende Südseite als Unterstand prädestiniert scheint.

Beschreibung

Der „Göttle Stein“ bildet einen zentralen Punkt im Osttiroler Tauerntrog. Seine überhängende Südseite in Form eines Felsabri (Abri = geschützte Stelle unter einem Felsüberhang) erinnert an den Hohlen Stein im Venter Tal, der in prähistorischer Zeit als Unterstand gedient hat. Der Standort ist leider durch den Bau einer Stromleitung teilweise gestört. Dieser Punkt wird archäologisch noch näher untersucht werden.

Lage

Beim „Göttle Stein“ teilt sich der Weg, der von Matrei nach Mittersill führt. Ein Ast führt über den Felber Tauern und bildet die kürzere Verbindung, der andere Ast führt über den Alten Tauern. Nach dem Queren der Passhöhen verlaufen beide Wege auf Salzburger Gebiet vorerst weiter getrennt, um dann wieder zusammen zu treffen. Der Weg über den Alten Tauern verläuft nach der Passhöhe zum Obersee (2 350 m ü. A.) und von dort zum Langsee. (Der Weg über den Felber Tauern dürfte eher dem Saumverkehr gedient haben, während der Weg über den Alten Tauern geländebedingt für Viehtriebe geeigneter war.)

Quellen

  • Emil Hoffmann, Lexikon der Steinzeit, Becksche Reihe, Verlag C. H. Beck, München 1999
  • Claus-Stephan Holdermann, Waltraud Schmidl: Hochgebirgsarchäologie im Nationalpark Hohe Tauern in Archäologie in den Alpen, Hrsg. ANISA / Nearchos, Band 19, 2010