Glocknerwand

Aus Salzburgwiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Dieser Artikel hat einen Salzburgbezug
Der Inhalt dieses Artikels hat einen Salzburgbezug, der mindestens eine der Salzburgwiki-Artikel-Richtlinien erfüllt.


In der Bildmitte erhebt sich der Großglockner, links unterhalb sieht man die Erzherzog-Johann-Hütte, Adlersruhe genannt, die höchst gelegene Schutzhütte Österreichs, und rechts unterhalb davon fließt das Hofmannskees talwärts, rechts davon durch einen Kamm getrennt, fließt direkt unterhalb des Glocknergipfels das Kleinglocknerkees und ganz rechts das Glocknerkees, darüber sieht am das Teufelshorn und rechts dahinter die Glocknerwand.
Von links: Hofmannskees (auf dem ganz oben die Erzherzog-Johann-Hütte "Adlerhorst" thront), Glocknerkamp, Kleinglocknerkees mit darüber den Gipfeln Klein- und Großglockners, dazwischen die Pallavicinirinne, das Teufelshorn und unmittelbar daneben den Glocknerwand-Gipfel, die Hofmannspitze und die Glocknerwand, von der rechts der Glocknerwandkamp talwärts verläuft, auf dessen Grat sich das Glocknerwandkamp-Biwak befindet. Links vom Grat das Glocknerkees.

Die Glocknerwand ist laut jüngeren Messungen des österreichischen Bundesamts für Eich- und Vermessungswesen ein 3 596 Meter hoher Berg in der Großglockner Gipfelregion in den Zentralalpen in den Hohen Tauern.

Geografie

Lange Zeit war 'Glocknerwand' die Bezeichnung nur für die Gipfelgruppe Pöschlturm (3 722 m ü. A.), Gerinturm (3 718 m ü. A.), Draschturm (3 716 m ü. A.), Weitzenböckturm (3 710 m ü. A.), Peterkaturm (3 715 m ü. A.) und (Hörtnaglturm 3 719 m ü. A.) (von Nordwesten nach Südosten) zutreffend. Doch schließlich wurde das ehemalige Glocknerhorn (3 596 m ü. A.) als 'Glocknerwand'-Gipfel bezeichnet.

Im Südosten liegen auf dem Kamm, der zum Großglockner führt, die Glocknerscharte und das Teufelshorn. Die Glocknerwand befindet sich auf der Grenze zwischen Osttirol und Kärnten. Östlich der Glocknerwand fällt das Glocknerkees zur Pasterze ab, südwestlich das Teischnitzkees.

Die Türme der Glocknerwand gelten aufgrund mächtiger Schneewechten als die am schwierigsten zu besteigenden Gipfel der gesamten Glocknergruppe.

Geschichte

Der Deutsche Alpinist Karl Hofmann unternahm am 25. September 1869 zusammen mit den beiden Bergführern Michael Groder und Josef Kerer einen ersten Besteigungsversuch der Glocknerwand. Unter schwierigen Verhältnissen gelangten die drei in dichtem Nebel nur auf eine 3 711 Meter hohe Turmspitze. Diese wurde mit Beschluss Alpenvereins von 31. Jänner 1871, nach Hofmann Hofmannspitze benannt. Auch alle anderen Türme tragen die Namen ihrer Bezwinger.

Der höchste Gratturm wurde dann am 3. September 1872 von den Bergführern Josef Kerer und Peter Groder und dem Wiener Alpinisten Josef Pöschl erstbestiegen. Dieser wurde später entsprechend dann Pöschlturm genannt. Nicht alle Besteigungsversuche der Türme der Glocknerwand waren erfolgreich. So scheiterte die Bergfahrt vom 26. Juni 1886, als Alfred Markgraf Pallavicini[1] und A. Crommelin mit den beiden Führern Christian Ranggetiner und E. Rubesoier tödlich verunglückten. Ein großer Teil der Schneewechte am Gipfel der Hofmannspitze stürzte herab und riss die Bergsteiger mit sich.

Die erste Alleinbegehung der Glocknerwand, ohne Bergführer, gelang Dr. Ludwig Kohn aus Wien im August 1891.

Bildlinks

Weblink

Quellen

www.hikr.org

Einzelnachweise

  1. der bereits die nach ihm benannte Pallavicinirinne unterhalb des Großglockners erfolgreich erstdurchstiegen hatte