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Erzherzog-Johann-Hütte

Erzherzog-Johann-Hütte 2012
Erzherzog-Johann-Hütte 2012
Großglockner mit Lage der Erzherzog-Johann-Hütte
Glocknergruppe: Blick von Süden: Links im Vordergrund die Abhänge des Kleinglockners, auf dem Bergkamm in der Bildmitte sieht man die Erzherzog-Johann-Hütte, genau darüber die schräg nach rechts abfallende Bergkante ist die Hohe Dock und dahinter links ganz hinten im Dunst das Kitzsteinhorn, weiter im Vordergrund links das Große Wiesbachhorn, davor links der kleine Zacke ist der Hintere Bratschenkopf und daneben links die Klockerin. Die Scharte im rechten Bildteil ist die Fuscher-Kar-Scharte hinunter ins Ferleitental. Die Aufnahme wurde in den 1930er-Jahren gemacht.

Die Erzherzog-Johann-Hütte, auch Adlersruhe genannt, in 3 454 m ü. A., ist die höchst gelegene Schutzhütte Österreichs am Anstieg zu den beiden Gipfeln des Klein- und des Großglockners und gleichzeitig auch der höchst gelegene Arbeitsplatz in Österreich. Sie liegt in Kärnten.

Inhaltsverzeichnis

Allgemeines

Die Erzherzog-Johann-Hütte ist vom 20. Juni bis Ende September bewirtschaftet und bietet 125 Schlafplätze, tagsüber werden manchmal jedoch bis zu 140 Gäste gezählt. Vielen von ihnen auf dem Weg vom oder zum Gipfel des Großglockners. Die im Besitz des Österreichischen Alpenklubs (ÖAK) befindliche Hütte verfügt über Strom und warmes Wasser aus Photovoltaik. Versorgt wird sie mittels einer Materialseilbahn.

Geschichte

Die früher als Adlersruhe bezeichnete Stelle war die letzte Raststelle, bevor man zunächst den Kleinglockner erstieg (fälschlicherweise nahm man an, dass dieser der höchste Punkt sei) und später dann den Großglockner.

Zwischen 1935 und 1949 war diese Stelle der Start für fünf Großglockner Skirennen.

Zwischenfälle

2017

Ein Rettungshubschrauber der Firma Heli Austria GmbH war am Dienstagabend, den 1. Juli 2017, bei der Erzherzog-Johann-Hütte ins Rotieren gekommen, hatte hart am Boden aufgesetzt und war dann umgekippt. Der Heli schwebte zu diesem Zeitpunkt knapp über dem Boden, da er kurz zuvor einen Patienten aufgenommen hatte, erklärte Heli-Tirol Geschäftsführer Roy Knaus am 2. Juli. Der Heli war gegen 20 Uhr wegen eines medizinischen Notfalls gerufen worden. Der Patient dürfte beim Unfall verletzt worden sein, berichtete die Polizei. Er wurde vom Rettungshubschrauber C7 ins Krankenhaus Lienz geflogen. Der 53-jährige Notarzt erlitt leichte Verletzungen und wurde im Krankenhaus Zell am See ambulant behandelt. Die zwei weiteren Mitglieder der Besatzung des Unfallhubschraubers, der Pilot und ein Flugretter, blieben unverletzt.[1][2]

2020

Am 8. März 2020 war bei der Abfahrt der Hütte in Richtung der Pasterze ein 33-jähriger Kärntner Polizist von einem Schneebrett verschüttet worden und gestorben. Ein kleines Schneebrett erfasste ihn gegen 11:30 Uhr bei der Abfahrt von der Adlersruhe in Richtung Pasterze. Der Kärntner wurde zwar nur teilweise verschüttet, erlitt aber so schwere Verletzungen, dass er noch an der Unfallstelle starb. Er hatte an einem Alpinpolizeikurs teilgenommen.[3]

Bildlink

Weblink

Quelle

Einzelnachweise