Hans Mamoser

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Hans Mamoser

Hans (Johann) Mamoser (* 14. September 1947 in Henndorf) ist Altbauer am Moosbauerngut im Ortsteil Hof in Henndorf am Wallersee und Mundartdichter.

Leben

Hans Mamoser betätigt sich als Erzähler über verschiedene Ereignisse in seiner Heimatgemeinde, wobei er seine Texte in Prosa und in Versform verfasst. Er begann sein literarisches Schaffen erst nach dem Jahr 2013, wobei seine Geschichten aus dem Leben in seiner heimatlichen Umgebung sogleich auf große Resonanz stießen.

Er beteiligte sich auch am Buch „Henndorf vazöht“ (2014) mit Henndorfer Geschichten, Liedern, Bräuchen und Traditionen, dem auch ein Mundartwörterbuch mit 1 500 alten Ausdrücken angegliedert ist. Die Neumarkter Mundartdichterin Rosa Kaar veranlasste ihn, an der Flachgauer Mundartdichterrunde teilzunehmen.

Vorgestellt

Der Henndorfer Moosbauer Hans Mamoser kam durch eine kuriose Geschichte um einen Leichenzug zum Schreiben und Dichten. Heute zählt er zum festen Kreis der Flachgauer Mundartdichterrunde.

„Es ist nie zu spät, etwas Neues zu beginnen“, das zeigt sich auch am Beispiel Hans Mamosers, Moosbauer in Henndorf, der erst 2013 begann, zu seinem bäuerlichen Handwerkzeug auch die Schreibfeder in die Hand zu nehmen und Gedichte und Prosageschichten zu schreiben. Dies mit Erfolg.

„Es gibt einfach Geschichten, die zu erzählen sind, und die Menschen horchen auch gerne zu“, betont der Altbauer, der noch viele Ambitionen in seiner neu entdeckten literarischen Ader sieht. Begonnen hat es mit einer freilich schaurigen Geschichte über einen Leichenzug vom „Pomberi“. Mamoser erzählt: „Als der Riedlbauer Josef Reindl starb, trug sich Seltsames zu. Es war 1966. Der zu Hause aufgebahrte Leichnam sollte von einem pferdebespannten Leichenwagen, so wie es damals üblich war, abgeholt werden. Die Toten wurden früher entweder auf Brettern auf zwei Schragen oder einem Waschtisch aufgebahrt. Den Sarg hatte der Leichenwagen mitzubringen, wohin der Tote umgebettet wurde. Doch die Bestatter hatten den Sarg vergessen und mussten umkehren. Das Begräbnis fand eine Stunde später, als auf den Totenparten angegeben, statt. Es war dies das letzte Mal, dass ein Toter in Henndorf zu Hause aufgebahrt wurde“.

Um die Geschichte für die Nachwelt auch richtig zu erzählen, setzte sich Mamoser hin und schrieb sie nieder. Es war die erste Arbeit aus seiner Feder. Die zweite folgte sogleich: Es ist die Lebensgeschichte des „Nichts-zu-neiden-Bauern“ Vinzenz Greischberger aus Henndorf.

Als weichender Bauernsohn erhielt dieser von seinen Eltern ein Grundstück mit einem Heustadel vererbt. Darauf errichteten er und seine Frau unter großen Mühen einen Bauernhof. Als er ihn beim Gemeindeamt anmeldete, wollte man den Hofnamen erfragen. Er sagte ob seiner Schinderei, man solle ihn „Nichts-zu-neiden-Bauer“ nennen. Das lehnte die Gemeinde jedoch ab und er heißt heute „Mühlholzbauer“. Auch seine Geschichte ist verewigt. Als 2013 die „Henndorfer Einkehr“, sozusagen die „Rauriser Literaturtage“ der Salzburger Mundartdichter, verschoben werden musste, wollte Henndorf trotzdem Lesungen veranstalten, und so wurde Renate Eherer von der Gemeinde auch auf Mamoser aufmerksam.

Er beteiligte sich weiters am Buch „Henndorf vazöht“ (2014) mit Henndorfer Geschichten, Liedern, Bräuchen und Traditionen, dem ein Mundartwörterbuch mit 1500 alten Ausdrücken angegliedert ist. Die Auflage mit 1000 Stück war bald nahezu ausverkauft, 500 davon wurden am Präsentationsabend abgesetzt.

Die Neumarkter Mundartdichterin Rosa Kaar, eine gebürtige Henndorferin, brachte Mamoser zur Flachgauer Mundartrunde, die sich monatlich trifft und z. B. am 26. April 2015 in der Wallersee Halle in Henndorf in breitem Rahmen auftrat.

In seinem literarischen Schaffen hat sich Hans Mamoser in mehreren Arbeiten mit seiner heimatlichen Landschaft befasst und auch einige hier früher ansässige, besonders bemerkenswerte Persönlichkeiten beschrieben. Er lässt sich von der Landschaft um das Moosbauerngut zu seinen Texten inspirieren.

Noch zahlreiche Themen für Geschichten vorhanden

In einem persönlichen Gespräch mit dem Verfasser dieser Zeilen äußerte Hans Mamoser seine Absicht, in Zukunft über weitere Themen und besondere Persönlichkeiten von Henndorf mundartliche Texte verfassen zu wollen.

Befragung von Zeitzeugen

Im Jahr 2016 hatte sich Hans Mamoser mit zwei weiteren Henndorfern der Aufgabe der Befragung von Zeitzeugen zugewandt. Den Anstoß dazu gab die Publikation "Das war unsere Zeit! Eine Generation erinnert sich". Es gibt davon auch eine Ausgabe über den Flachgau. Über Henndorf wären aber in dem Buch kaum Inhalte vorhanden. Dazu werden nun bei diesem Vorhaben 80-Jährige und ältere Personen aus Henndorf über ihre Lebenserinnerungen befragt.

2017 wurde dann das Buch dazu, Wias enta woa, präsentiert.

Bildergalerie

Weblink

Quellen