Historische Ortsnamendatei der Salzburger Ortsnamenkommission

Aus Salzburgwiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Die Historische Ortsnamendatei der Salzburger Ortsnamenkommission ist eine Sammlung der historischen Belege der Salzburger Ortsnamen, die von der Salzburger Ortsnamenkommission herausgebracht wurde.

Ausgabe 2010

Aisdorf (Niedernsill), Briegen (St. Margarethen im Lungau), Feisterbach, Grundholzmais u.v.a. Namen aus dem gesamten Bundesland Salzburg.

Ausgabe 2015

Im Oktober 2015 wurde im Landesarchiv der erste Band der Reihe "Das Historisch-Etymologische Lexikon der Salzburger Ortsnamen", herausgegeben von Univ.-Prof. Dr. Thomas Lindner und Dr. phil., em. o. Univ.-Prof. Ingo Reiffenstein, präsentiert. Es beinhaltet die wichtigsten Toponyme, das heißt Örtlichkeitsnamen der Stadt Salzburg und des Flachgaus. "Das Buch ist nicht nur eine wichtige Quelle für die Herkunft der Salzburger Ortsnamen, sondern leistet auch einen wichtigen Beitrag zur regionalen Identität", sagte Dr. Oskar Dohle, Leiter des Landesarchivs. Zudem würde das Buch Missverständnisse ausräumen: "So stammt die Namensherkunft von Henndorf nicht - wie oft fälschlich geglaubt - von der 'Henne', sondern von dem Wort Eondorf, was ursprünglich 'Höhendorf' bedeutete", führte Dohle aus.

Der Band, der mit Unterstützung der Salzburger Ortsnamenkommission (SONK) und des Landes Salzburg finanziert wurde, orientiert sich an den politischen Bezirken bzw. Gauen. Darin enthalten sind sämtliche Siedlungsnamen, also Namen der Städte und Dörfer, der Weiler, Rotten und Stadtteile des amtlichen Ortsverzeichnisses. Es finden sich auch Hofnamen von alleinstehenden Gütern, vor allem wenn dafür historische Belege vorliegen und auch interessante, sprach- und sachgeschichtlich aufschlussreiche Flurnamen. Auch wichtige Berg- und Gewässernamen sind erfasst. Ein namenkundlicher und sprachhistorischer Abriss leitet unter anderem den ersten Band ein.

Das Historisch-Etymologische Lexikon der Salzburger Ortsnamen (HELSON) Band 1 - Stadt Salzburg und Flachgau, 192 Seiten, ist in der Edition Tandem erschienen.

Der gebürtige Salzburger Thomas Lindner studierte Indogermanistik und Klassische Philologie an den Universitäten Salzburg und Wien. Nach seiner Promotion sub auspiciis praesidentis rei publicae im Jahr 2001 folgte 2008 die Habilitation im Fach Historisch-Vergleichende Sprachwissenschaft an der Universität Salzburg. Von 1993 bis 2007 war er Herausgeber der philologischen Fachzeitschrift Moderne Sprachen, seit 2003 ist Lindner unter anderem Vorsitzender der Salzburger Ortsnamenkommission.

Ingo Reiffenstein ist emeritierter Professor für germanistische Linguistik an der Universität Salzburg. Reiffenstein ist Mitglied der Österreichischen und der Bayerischen Akademie der Wissenschaften sowie langjähriges Mitglied (Obmann) der Kommissionen für das Wörterbuch der bairischen Mundarten in Österreich bzw. des Bayerischen Wörterbuches.

Weblinks

  • [http://www.google.at/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=14&ved=0ahUKEwiz-JW5hMrKAhWC6CwKHed-Av44ChAWCCowAw&url=http%3A%2F%2Fwww.oeaw.ac.at%2Ficltt%2Fdinamlex-archiv%2FSONK_Ortsnamendatei_10.2010.pdf&usg=AFQjCNFt0HKT7zlSpZ-vVKgogF-tYrGMrw&cad=rja Historische Ortsnamendatei der Salzburger Ortsnamenkommission Ausgabe 2010] spamfilter lässt Veröffentlichung nicht zu]

Quelle