Jack-Daniel’s-Höhle

Aus Salzburgwiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Die Jack-Daniel’s-Höhle ist eine Höhle im Tennengebirge.

Name

Der Name Jack-Daniel’s-Höhle stammt von den Vornamen ihrer Entdecker im Jahr 2003, den beiden polnischen Höhlenforschern Jacek „Jack“ Wisniowski und Daniel Oleksy.

Absturz

Am Donnerstag, den 14. August 2014 kam es gegen 2 Uhr Früh zu einem Absturz eines polnischen Höhlenforschers in dieser Höhle (der zweite Höhlenunfall 2014, siehe Drama im Untersberg).

Der 27-Jährige fiel senkrecht acht Meter in die Tiefe auf eine Steinplatte, die mit emporstehenden Stalagmiten gespickt war. Neben dieser Steinplatte wäre es noch weiter in die Tiefe gegangen. Die Unfallstelle befand sich etwas mehr als 200 Meter unterhalb der Einstiegsstelle in diese kilometerlange Schachthöhle.

Zeitweise waren bis zu 116 Einsatzkräfte im Einsatz, 40 Helfer befanden sich in der Höhle, 20 beim Höhleneingang, die restlichen, darunter auch Experten aus Tirol, Bad Mitterndorf|Bad Mitterndorf]], Polen sowie von der bayerischen Bergwacht, in unmittelbarer Umgebung. Mehr als zwei Tonnen Material wurden zur Einsatzstelle auf den Berg in mehr als 2 000 Metern Höhe geflogen, darunter ein Zelt, Heizgeräte, Seile sowie spezielles Bergematerial inklusive Bohrgeräte sowie Verpflegung.

Der Schwerverletzte konnte am Samstag, den 16. August, an die Oberfläche gebracht und in ein Krankenhaus geflogen werden.

Die Rettung des Höhlenforschers aus Polen aus der Jack-Daniel's-Höhle kostete rund 150.000 Euro. Bei dem rund 40-stündigen Rettungseinsatz beteiligten sich 182 Einsatzkräfte, darunter Höhlen- und Bergretter, Mitglieder der bayrischen Bergwacht, Polizei, Feuerwehr und Mitarbeiter der Gemeinde Abtenau. Der Endbetrag umfasst auch Materialkosten und die Verpflegung der Einsatzkräfte. Unklar bleibt derzeit weiter, ob oder wie gut der Einsatz durch eine Versicherung des Polen gedeckt ist. Der Landesleiter der Bergrettung Salzburg, Estolf Müller, hatte nach der Rettung gegenüber der APA, gesagt, dass das der Fall sein sollte[1].

Quellen

  1. Quelle SN online 1. Oktober 2014 siehe www.salzburg com