Johannes Spalt

Aus Salzburgwiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Johannes Spalt (* 29. September 1920 in Gmunden; † 2. Oktober 2010) war ein bedeutender österreichischer Architekt.

Leben

Zunächst lernte Spalt von 1937 bis 1941 das Maurerhandwerk an der Höheren Staatsbauschule in Salzburg, bevor er von 1941 bis 1945 zum Technischen Dienst bei der Luftwaffe einberufen war. Nach Kriegsende bis 1949 arbeitete er als freischaffender Architekt in Gmunden und Wien. Schließlich begann er 1949 bei Altmeister Clemens Holzmeister an der Wiener Akademie der Bildenden Künste bis 1952 zu studieren. Gemeinsam mit Otto Leitner (bis 1953), Wilhelm Holzbauer und Friedrich Kurrent gründete Spalt die legendäre "arbeitsgruppe 4", die nicht nur in der theoretischen Auseinandersetzung mit Architekturaufgaben die Moderne in Österreich vorantrieb, sondern mit der Pfarrkirche Zum Kostbaren Blut in Salzburg-Parsch (1953-56) oder dem Kolleg St. Josef (Salzburg-Aigen, 1961-64) auch bewies, dass sie sich auch in der gebauten Praxis treubleiben konnte. In Wien hatte Spalt seit 1969 sein eigenes Atelier, arbeitete aber bis 1974 immer wieder mit Friedrich Kurrent zusammen. Gemeinsam entwarfen sie verschiedene Gebäude in Österreich.

Von 1973 bis 1987 war Spalt Professor und Meisterklassenleiter für Innenarchitektur und Industrieentwurf an der Wiener Hochschule für Angewandte Kunst, als deren Rektor er zwischen 1975 und 1979 fungierte. Von 1987 bis zu seiner Emeritierung im Jahr 1990 leitete er eine Architekturklasse mit Schwerpunkt Innenraumgestaltung.

Auszeichnungen

  • 1988: Heinrich-Tessenow-Medaille
  • 1970: Architekturpreis der Stadt Wien
  • 1992: Mauriz-Balzarek-Preis
  • 2007: Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien
  • 1999: die Österreichische Gesellschaft für Architektur verlieh ihm die Ehrenmitgliedschaft und richtete eine Personale im Heiligenkreuzer Hof in Wien aus

Im Residenz Verlag erschien anlässlich des 90.Geburtstages das Buch "Wahlverwandtschaften" mit aktuellen Fotografien etlicher Bauten von Johannes Spalt.

Quelle