Pfarrkirche Zum Kostbaren Blut

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Pfarrkirche Parsch Außenansicht 2019.
Östliches Kirchenfenster in der Pfarrkirche Parsch

Die im Salzburger Stadtteil Parsch gelegene Pfarrkirche „Zum Kostbaren Blut“ entstand in den Jahren von 1954 bis 1956 durch einen sehr gelungenen Umbau und einer Erweiterung des Weichselbaumhofes, eines alten Bauerngutes. Die Kirche zählt zu den denkmalgeschützten Objekten in der Stadt Salzburg.

Geschichte

Das Gut war nach 1866 dort errichtet worden und hatte im Eigentum des Erzstiftes St. Peter gestanden. Das zuerst recht umstrittene junge Gotteshaus in der Geißmayerstraße wurde von der „Arbeitsgruppe 4“, einer Arbeitsgemeinschaft der Architekten Wilhelm Holzbauer, Friedrich Kurrent und Johannes Spalt geplant, wobei die Nutzung des Vorgängerbaues noch an der Architektur erkennbar ist. Sie gilt heute als erste moderne Kirche im Österreich der Nachkriegszeit. Das Kirchenportal gestaltete Richard Kurt Fischer nach Entwürfen von Oskar Kokoschka. Der Innenraum wird von einem schönen Marmoraltar dominiert.

1955 erfolgte die Grundsteinlegung, am 10. Juli 1955 fand die Kreuzaufsteckung an der neuen Kirche statt. Im August 1956 wurde die Kirche von Weihbischof Johannes Filzer, in Vertretung des erkrankten Erzbischof Andreas Rohracher, eingeweiht. Bis zur endgültigen Fertigstellung der Kirche dauerte es aufgrund der finanziellen Mitteln noch einige Jahre.

1959 erhielt Kirche eine Orgel eine Spende der "Schwestern vom Guten Hirten" um 12.000 Schilling. Orgelbaumeister Max Dreher stellte die Orgel auf. Mit einer weiteren Spende konnten im selben Jahr die Kirchenglocken angeschafft werden. Die Richtigkeit ihrer Stimmung wurde von Domkapellmeister Joseph Messner überprüft und als "vollauf gelungen" bezeichnet.

1961 wurde das alte Bauernhaus neben der Kirche zum Pfarrhaus umgebaut und der bestehende Pfarrhof in der Neufanggasse 7 in einen Kindergarten umgestaltet.

1964 wurde die wird auf 14 Register ausgebaut und erhielt einen neuen Spieltisch. In der Mitternachtsmette konnten sich die Parscher zum ersten Mal von der neuen Klangfülle überzeugen.

Bildergalerie

Weblink

Literatur

  • "Die Geschichte der Parscher Kirche", Seiten 168-169, und "Eine merkwürdige Kirche" Seiten 172 - 175 von Helmut Lainer, in Parsch erzählt, Geschichte und Geschichten eines Salzburger Stadtteils, von Dr. Harald Lohmann, Helmut Laimer, Claudia Willi, Hrsg. Stadtteilverein Parsch, 1. Auflage 2008, Druck: Vorarlberger Verlagsanstalt

Quelle