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Kolowratshöhle

Eingang der Kolowratshöhle
Die Kolowratshöhle im Mai 2014

Die so genannte Kolowratshöhle ist eine riesige Höhle im Untersbergstock und ist nach dem Ministerpräsidenten Franz Anton Graf Kolowrat-Liebsteinsky benannt, dem liberalen Minister und Metternich-Gegner.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Die Kolowratshöhle ist eine der ältesten bekannten Höhlen im Bundesland Salzburg. Sie wurde 1845 erschlossen und wies lange Zeit eine Eisfläche von etwa 2 000 m² auf. Im 19. Jahrhundert wurden in der Höhle richtige "Eisfeste" veranstaltet, bei denen man Schlittschuhlaufen konnte und die Höhle war mit bengalischen Feuer erleuchtet.

Graf Kolowrat finanzierte die ersten Erschließungsanlagen der Höhle. Mit Eberhard Fugger setzte dort die systematische Erforschung des Höhleneises ein, die uns noch heute wertvolle Daten liefern kann.

Den Pionieren des Salzburger Höhlenvereins gelang 1911 in der Kolowratshöhle der erste Abstieg in den Eisschlund der "Richtergalerie" und der Aufstieg mit Steckleitern zum "Rabenfenster" in der Decke der Halle. Entdeckt wurde die Eishöhle bereits 1842 – in den darauffolgenden Jahrzehnten war sie so populär, dass sich sogar Eisläufer auf das damals noch glatte Eis wagten.

Die Salzburger gingen in den Winterszeiten oft in die Kolowratshöhle eislaufen. Als fatale Entscheidung sollte sich die Vergrößerung des extrem kleinen Eingangsportals herausstellen. Seit diesem Zeitpunkt soll man nicht mehr eislaufen können. Ehrenobmann Walter Klappacher sagt: "Alte Eismesspunkte sind sechs Meter über dem jetzigen Eispegel, Tausende Kubikmeter sind abgeschmolzen." Die alten Steige sind verfallen, die Kolowratshöhle ist aber nach wie vor zentrales Forschungsgebiet. "Mittlerweile ist das Höhlensystem auf 36 Kilometern Länge bis auf das Quellniveau der Fürstenbrunner Quelle erkundet."

Im Mai 2014 waren in der Höhle nach dem milden Winter keine Eisskulpturen zu sehen und das Schneefeld unterhalb des Eingangs gerade noch einmal 2x1 Meter groß.

Historisches Bild

Links

Quellen