Lesegesellschaft

Aus Salzburgwiki
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Die Lesegesellschaft war ein Salzburger Geselligkeitsverein, der 1784 von Lorenz Hübner ins Leben gerufen wurde.

Geschichte

Hübner erließ in seiner Zeitung, dem Intelligenzblatt von Salzburg, am 2. Februar 1784 den Aufruf zur Gründung der Lesegesellschaft. Bereits am 8. März teilte Hübner mit, dass sich die Lesegesellschaft gebildet hatte und sechs Vorstände gewählt worden waren: der hochfürstliche Vize-Oberstallmeister Freiherr von Rehlingen, Konsistorialrat von Mölk, Hofrat Gilowsky von Urazowa, Hofrat Joachim Ferdinand von Schidenhofen, Hofgerichts-Advokat Lizientiat Zauner und Kaufmann Christian Ignaz Zezi. Professor Hübner war der Sekretär.

Anfang April wurde dann das Lesekabinet in Salzburg im Haus des Hofmusikus Sandmayr, im Sandmayrhaus, Getreidegasse Nr. 327 (heute Nr. 8) im ersten Stock eingerichtet. Es war an den Posttagen Dienstag, Donnerstag und Samstag jeweils von 14 bis 16 Uhr zugänglich.

Neben mehreren deutschen politischen Blättern waren auch zwei französische und zwei italienische, ein Mode-Journal, eine Jugendzeitung, sieben statische, zwölf naturbiologische, 19 Literatur- und zehn kritische Blätter aufliegend.

1793 findet sich in der Statistik der Stadt Salzburg von Hübner keine Erwähnung mehr der Lesegesellschaft. Sie dürfte sich also wieder aufgelöst haben.

Hinweis

Es gab jedoch im Laufe der Zeit mehrere unterschiedliche Lesegellschaften in der Stadt Salzburg

Quelle