Max Keldorfer

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Hofrat Max Keldorfer (* 28. April 1864 in Salzburg; † 3. Jänner 1939 in Wien) war Polizeidirektor und Chorleiter in Wien.

Leben

Maximilian Robert Keldorfer war das siebte von 21 Kindern des Salzburger Polizeirates Josef Keldorfer und seiner Frau Maria Antonia, geborene Stief, der Tochter des Malers Sebastian Stief.[1].

Nach einer ersten musikalischen Ausbildung am Salzburger Franziskanerchor wurde er von 1874 Wiener Hofsängerknabe. 1878 kehrte er nach Salzburg zurück und absolvierte ein Jus-Studium. Ab 1888 stand er im Salzburger Landesdienst, war von 1890 bis 1892 an der Bezirkshauptmannschaft St. Johann im Pongau tätig und wechselte dann an die k. k. Polizeidirektion in Wien. Dort wurde er Polizeidirektor und Stadthauptmann von Wieden. 1925 trat er in den Ruhestand.

In den 1880er Jahren trat er in Salzburg verschiedentlich als Sänger auf und war vermutlich auch Chormeister des Geselligkeitsklubs Sängerlust. Ab 1897 war er Chormeister des Wiedener Männerchores und ab 1926 bei der Wiener Liedertafel. Von 1919 bis 1923 war er Leiter der Freien Vereinigung Wiener Männergesangsvereine. Von 1922 bis 1938 war er als Nachfolger seines Bruders Viktor Chordirektor an der Pfarrkirche St. Elisabeth in Wien-Wieden. Zudem engagierte er sich am Kapellmeisterverband Österreichs und im Österreichischen Musikerverband.

Er komponierte mehrere Messen, Lieder und Orchesterwerke.

Ehrungen

Max Keldorfer wurden zahlreiche Auszeichnungen verliehen, darunter die Berufstitel Polizeirat (1913), Regierungsrat (1919) und Hofrat (1921?). Er war Ehrenmitglied des Wiener Sängerbundes (1923) und Träger der Jakschplakette des Ostmärkischen Sängerbundes (1929). Er erhielt den Ehrenbrief des Deutschen Sängerbundes, war Ehrenmitglied des Wiener Schubertbundes, Ehrenchormeister des Wiedener Männerchores (1899), der Wiener Liedertafel, der Liedertafel St. Johann im Pongau und des Geselligkeitsklubs Sängerlust.

Quellen

Einzelnachweis

  1. Vgl. den Artikel Viktor Keldorfer