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Moosbeere

Die Moosbeere (Vaccinium oxycócus L.), noch schlüssiger und besser Moor-Preiselbeere genannt, ist ein in Hochmooren und Zwischenmooren wachsender und Beerenfrüchte tragender immergrüner Zwergstrauch, der zur Verwandtschaft der Heidelbeere zählt. Die Art ist nicht leicht von der selteneren Schwesternart, der Kleinfrucht-Moosbeere(Vaccinium microcarpum)zu unterscheiden.

Name

Der Name Noosbeere bezieht sich – wie für jedermann erkennbar - auf die Moore (vielfach "Moos" genannt), in denen die Pflanze wächst, bzw. auf die Torfmoose, mit denen die Moosbeeren und andere Beerenarten wie Heidelbeere und Preiselbeere vergesellschaftet wachsen. Die Heidelbeeren und die Einbeere werden umgangssprachlich z.T. allerdings auch als „Moosbeere“ bezeichnet, weshalb der Name Moor-Preiselbeere zu bevorzugen ist.

Botanisches

Der mit fadenförmigen, verzweigten, im Moos kriechenden Holzstämmchen versehene immergrüne Zwergstrauch weist kleine wechselständige, eiförmig-spitze, an der Unterseite aschgraue Blättchen auf. Seine Blüten sind hellpurpurn, in ihrer Form türkenbundähnlich und nickend. Die roten Beerenfrüchte sind kugelig und langgestielt.

Moosbeeren blühen je nach Höhenlage in den Monaten Juni bis Juli (selten Mai bis August), die Beeren werden im Spätsommer und im Herbst reif. Sie schmecken süß-sauer und weisen einen, leicht säuerlich-faden Geschmack auf. Sie sind im Frühjahr genießbar, nachdem sie der Frost erweicht hat. Sie kommen in Ebenen wie auch in höheren Lagen fast ausschließlich in Mooren vor. In Salzburg findet sich die Pflanze nicht selten in den Mooren des Flachgaues, des Tennengaues und Lungaues, zertreut aber auch in einigen Mooren des Pongaues und des Pinzgaues, beispielsweise im Kaprun Moor. Sie gedeiht aber auch in den grenznahen bayrischen Mooren, so auch im Schönramer Filz. In den Alpen trifft man sie in Höhen bis zu 1 300 m ü. A. an. Die Kleinfrucht-Moosbeere ist eine selte Rote-Liste Art. die bis in die subalpine Stufe hinaus vorkommt.

Quellen

  • Wikipedia, Stichwort Moosbeeren
  • Richard Willfort, Gesundheit durch Heilkräuter, Rudolf Trauner Verlag Linz/D., 6. Auflage, 1964, S. 122 und S. 410
  • Gottfried Amann, Bäume und Sträucher des Waldes, S. 192, Neumann Verlag Melsungen, 13. Auflage 1980