Oskar Gerke

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Medizinalrat Dr. Oskar Gerke (* 1864; † 1934) war Kurarzt in Bad Gastein.

Leben

Er studierte an der Universität in Innsbruck. Von 1885 bis 1887 war er bei der Wiener Burschenschaft "Olympia". Nach seiner Promovierung zum Doktor der gesamten Heilkunde trat er in den militärärztlichen Dienst, wo er Regimentsarzt wurde. Während der Sommermonaten kam er als Kurarzt nach Bad Gastein. Während der Wintermonate war er im Militärkrankenhaus in Arco am Gardasee, Italien. Dort wurde er 1899 zum Chefarzt ernannt.

In Bad Gastein hatte sich Dr. Gerke mit der Tochter des Kurarztes Geheimrat Dr. Schider vermählt. Dr. Eduard Schider hatte eine große Praxis und nach dem Tod von Dr. Benedikt Edler von Hönigsberg den von diesem in erster Auflage herausgegebenen Reiseführer "Gastein für Kurgäste und Touristen" in weiteren Auflagen publiziert (seit 1899). Bis zum Tod von Dr. Gerke war die 22. Auflage erschienen.

Dr. Gerke publizierte aber auch in Fachzeitschriften zahlreiche Artikel über Gastein und seine Heilfaktoren, über Bädergebrauch, Trinkkuren u. a..

Er leitete das ihm gehörende, 1914 nach Plänen des Salzburger Architekten Geppert d. Ä. neu aufgebaute Naturdampfbad. Zu seinen Patienten zählten zahlreiche Fürstlichkeiten, die ihm ihre Dankbarkeit durch die Verleihung hoher Ordens-Auszeichnungen bewiesen.

Zu seinem Tod nach kurzer Krankheit, war er wohl der älteste unter den damals wirkenden Kurärzten von Bad Gastein gewesen.

Auszeichnungen

An österreichischen Auszeichnungen besaß Dr. Gerke, dem auch der Titel eines 'Kaiserlichen Rates' verliehen worden war, die 'Militärverdienstmedaille am roten Bande' und das 'Ehrenzeichen 2. Klasse vom Roten Kreuz' mit der Kriegsdekoration.

Familie

Sein Sohn Prof. Dr. Otto Gerke war ebenfalls Kurzarzt in Bad Gastein.

Quelle