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PSV Salzburg (Eishockey)

Der Polizeisportverein Salzburg unterhielt in den Jahren von 1986 bis 1998 eine eigene Eishockeysektion. Der größte Erfolg der Sektion war der Vize-Landesmeistertitel 1996/97.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Vorgeschichte

Bereits vor der offiziellen Gründung der Eishockeysektion wurde im Polizeisportverein der Eishockey-Sport betrieben. 1975 organisierten Franz Palma und Peter Bertschinger, seines Zeichens Sportreporter beim Salzburger Tagblatt, ein erstes Freundschaftsspiel zwischen dem PSV und der Sportpresse. Im „HC Blaulicht“ genannten Team des PSV standen ausschließlich Polizisten der Verkehrsabteilung. Das Spiel endete mit einem 7:5-Erfolg der Sportjournalisten. Neben weiteren Spielen gegen das Rote Kreuz und die Presse wurden gemeinsam mit der Faustballsektion auch Eishockey-Benefizspiele organisiert. Schirmherr der inoffiziellen Eishockeysektion war Oberst Herbert Weiss.

Sektionsgründung

Erst 1986 wurde, nachdem der rege Hobbyspielbetrieb nicht nachließ, auch offiziell die Sektion „PSV Salzburg – Eishockey“ aus der Taufe gehoben. Erster (und einziger) Sektionsleiter wurde Fritz Howanitz.

Mit der Teilnahme an den Betriebsmeisterschaften wurde auf regelmäßiges Training umgestellt und die Mannschaft mit Spielern wie Heinz Suppert, Helmut Prechtl, Thomas Salcher, Robert Schell, Hans Schnaitl, Heimo Thaler und Christian Fenninger, sowie den Polizeibeamten Walter Stütz, Wolfgang Mühllechner, Thomas Felber und Fritz Puck verstärkt. Die PSV-Sportler Peter Eibenberger, Wimmer und Mühllechner waren damals noch in der ersten und zweiten Liga für die Vereine SEC, WEV Wien, EK Zell am See und Kitzbühel aktiv.

Einstieg in die Landesliga

1996 nahm der PSV auf Initiative von Peter Eibenberger und Fritz Howanitz erstmals an der geteilten Salzburger Landesliga teil. Da es in der Eisarena im Volksgarten keine Eiszeiten mehr gab, musste in die Eishalle in Berchtesgaden ausgewichen werden.

Eibenberger, der seine Profikarriere gerade beendet hatte wurde neuer Mannschaftskapitän. Unter ihm gelang es, mit Spielern wie Sepp Klingler, Harry Manzl, Herwig Zwanz, Thomas Kellner, Max Edlmayr und Tormann Salcher eine spielstarke Mannschaft zusammenzustellen, die bereits in der Auftaktsaison 1996/97 mit 14 Siegen überraschend den ersten Platz in der Landesliga Nord erreichte. Die abschließenden Spiele um den Landesmeistertitel und den Aufstieg in die Regionalliga mussten gegen die beiden ersten Mannschaften der Landesliga Süd ausgetragen werden. Die Begegnung mit dem regierenden Landesmeister EC Gastein konnte mit 5:2 gewonnen werden, im Finale gegen EC Bruck unterlag der PSV knapp mit 2:3.

Auflösung der Sektion

Nach dem zweiten Rang in der Landesliga Nord begann es 1998 im Verein zu kriseln. Durch den Rückzug von zwei Sponsoren musste die Sektion ihr Budget von 70.000 Schilling allein aufbringen. Den Spielern konnten keine Prämien mehr gezahlt werden, selbst die Fahrtkosten mussten diese selbst aufbringen. Ausgelöst durch den Rücktritt von Tormann Thomas Salcher wurde der Spielbetrieb in der Landesliga Nord schließlich eingestellt und die Sektion Eishockey aufgelöst.

Eishockeybetrieb in der Leichtathletiksektion

Nach der Auflösung der Eishockeysektion wechselten viele Mitglieder zur vereinseigenen Sektion Leichtathletik. Da unter den Polizisten weiter reges Interesse am Eishockeysport bestand stellte Peter Eibenberger 2001 innerhalb der Leichtathletiksektion ein Eishockeyteam zusammen. Noch im selben Jahr erreichte die Mannschaft mit Tormann Erich Parth den zweiten Platz bei der ÖPolSV-Meisterschaft in Klagenfurt. In den beiden Jahren darauf gelang dann jeweils der Gewinn des Meistertitels bei den Polizeimeisterschaften.

Quelle

  • "Festschrift zum 80-jährigen Bestandsjubiläum des Polizeisportvereines Schwarz Weiß Salzburg. 1923-2003". Herausgegeben vom Polizeisportverein Schwarz Weiß Salzburg. Salzburg 2003.

Weblinks