Pinzgauer Marienweg

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Der Pinzgauer Marienweg ist ein 125 Kilometer langer Pilgerweg im Pinzgau, der 2011 neu erstellt an alte Pilgertraditionen anschließen soll.

Allgemeines

Die Ausarbeitung der Route wurde von Wanderführerin Gerlinde Eidenhammer aus Rauris übernommen. Die Idee stammte von Pfarrer Oswald Scherer, Pfarrprovisor von Lend, Embach und Dienten.

Die vier Wegvarianten enden alle bei der Wallfahrtskirche Maria Kirchental.

Die klassische Variante

Diese 125 km lange Variante führt an fünf Marienkirchen vorbei. Der Wegbeginn ist in Jochenbergwald in Nordtirol an der Pass Thurn Straße. Von dort geht es über den Pass Thurn nach Mittersill. Die Route folgt dann dem Oberpinzgauer Salzachtals, führt zu Kraftplätzen wie dem Keltendorf Steinerbichl in Uttendorf, weiter entlang der Salzach im Unterpinzgau bis zum Sonnenplateau des Pinzgaus in Embach. Von dort dreht der Weg nach Norden in Richtung Dienten, wo sich die Richtung neuerlich nach Westen über den Filzensattel ändert. Der Weg zum Jufen und über die Einsiedelei am Palfen bei Saalfelden nach Kirchental.

Variante zwei

Ein etwas kürzere Strecke verläuft schon über Zell am See und Maishofen.

Variante drei

Ein anspruchsvoller Weg führt über den Römersattel, einem Übergang auf 1 202 m ü. A. nahe der Grenze zwischen Nordtirol und Salzburg. Er liegt zwischen dem Schidergraben auf Salzburger Seite und dem Schüttbachgraben auf der Tiroler Seite. Die Wegstrecke dorthin konnte der Quelle nicht entnommen werden, muss aber wohl von Jochenbergwald auf Tiroler Gebiet führen.

Variante vier

Eine vierte Möglichkeit ist „über Berg und Tal“ ab Stuhlfelden über die Pinzgauer Grasberge nach Saalbach und Hochfilzen zu wandern. Und von dort dann über den Römersattel weiter.

Marienorte

Legenden von Marienerscheinungen oder der Genesung durch Marias Kraft sind mit den Marienkirchen entlang des Pilgerweges verbunden. Das Mirakelbuch der Wallfahrtskapelle Maria Elend in Embach etwa ist ein Verzeichnis von Heilungen und Gebetserhörungen. Die „Trösterin der Betrübten“ ist Maria in der Pfarrkirche Maria Alm. Diese Kirche hat mit 76 Metern den höchsten Kirchturm Salzburgs. In Bruck an der Großglocknerstraße wird sie als „Eismuttergottes“ verehrt. Auch die älteste Wallfahrtskirche auf dieser Pilgerreise – „Maria am Stein“ in Stuhlfelden – ist eine Marienkirche.

In Maria Kirchental in Sankt Martin bei Lofer – dem „Bergkristall“ unter den Wallfahrtsorten – endet der Marienweg. Für den Bau dieses „Pinzgauer Doms“ unter dem bekannten Barockbaumeister Johann Fischer von Erlach quälten sich Ende des 17. Jahrhunderts unzählige, mit Baumaterial beladene Ochsengespanne den steilen Berg hinauf.

Quelle