Rupert Klieber (Kirchenhistoriker)

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Ao. Univ.-Prof. MMag. DDr. Rupert Johannes Klieber (* 12. September 1958 in Radstadt) ist ein österreichischer Kirchenhistoriker.

Salzburgbezug

Leben

Rupert Klieber absolvierte das Humanistische Missions-Privatgymnasium St. Rupert in Bischofshofen-Kreuzberg (Matura: 1977).

Er studierte an der Universität Salzburg Katholische Theologie, Geschichte und einige Semester Kunstgeschichte mit den Abschlüssen Mag. phil. (1985), Mag. theol. (1987), Dr. phil. (1991) und an der Universität Wien mit dem Abschluss Dr. theol. (2007). Er erhielt Forschungsaufträge des Erzbischof-Rohracher-Studienfonds zum Thema „Johannes Kardinal Katschthaler“ (1985/86) und zum Thema „Bruderschaften“ (ab 1989). Ab 1989 unterrichtete er auch die Fächer Religion und Geschichte an Salzburger Schulen.

Von 1989 bis 1994 arbeitete er am Institut für Kirchliche Zeitgeschichte des Internationalen Forschungszentrums in Salzburg. 1994 trat er eine Stelle als Universitätsassistent an der Universität Wien an. 1997 habilitierte er sich über Salzburger Bruderschaften und Liebesbünde und wurde außerordentlicher Professor am Institut für Kirchengeschichte der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien.

Werke

(Auswahl)

  • selbstständige Arbeiten:
    • Die Katholischen Arbeiterorganisationen Salzburgs von den Anfängen bis 1919, Diplomarbeit, Salzburg 1984.
    • Johannes Kardinal Katschthaler. Skizze einer Amtsperiode (1900-1914), Theol. Diplomarbeit, Salzburg 1986.
    • Die Genese der Christlichsozialen Partei Salzburgs: (Politischer) Katholizismus in der Provinz zwischen 1899 und 1919, Phil. Diss., Salzburg 1991.
    • Politischer Katholizismus in der Provinz. Salzburgs Christlichsoziale in der Parteienlandschaft Alt-Österreichs, Geyer-Edition, Wien/Salzburg 1994.
    • Bruderschaften und Liebesbünde nach Trient. Ihr Totendienst, Zuspruch und Stellenwert im kirchlichen und gesellschaftlichen Leben am Beispiel Salzburg (1600-1950). Habilitationsschrift an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien, Wien 1997.
  • unselbstständige Publikationen:
    • Zur Vor- und Frühgeschichte der Christlich-sozialen Partei Salzburgs, in: Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde 1985, S. 775-814.
    • Die Genese der Christlichsozialen Partei Salzburgs, in: Christliche Demokratie. Zeitschrift des Karl-von-Vogelsang-Instituts 2/1986, Wien 1986, S. 125-128.
    • Erzbischof Johannes Kardinal Katschthaler (1900-1914). Skizze einer kulturkampflustigen Amtsperiode, in: Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde 1989, S. 295-373.
    • „Christliche Frau heraus!“- Die Katholische Frauenorganisation Salzburgs von ihrer Gründung bis 1919, in: Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde 1991, S. 225-257.
    • Wallfahrt – Orden – Bruderschaften, in: Katalog zur Ausstellung „Salzburg zur Zeit der Mozart“, hg. vom Salzburger Museum Carolino-Augusteum gemeinsam mit dem Dommuseum Salzburg, Salzburg 1991, S. 355-357.
    • Religiöse Sozialisation im Salzburg des 18. Jahrhunderts: Am Beispiel Wolfgang Amadé Mozart, aaO S. 364-366.
    • Musikalische Implikationen einer Institution. Salzburgs Bruderschaften im Ausgang des 17. Jahrhunderts am Beispiel St. Josef und Hl. Kreuz, in: Heinrich Franz Biber. Musik und Kultur im hochbarocken Salzburg, herausgegeben von Petrus Eder und Ernst Hintermaier, Salzburg 1994, S. 141-153.
    • Versunkene Region einer Sakrallandschaft. Bruderschaften in Salzburg am Beispiel St. Josef im Dom, in: Festschrift Jakob Mayr, hg. v. Johann Paarhammer, Innsbruck 1996, S. 91-123.
    • Franz Schoosleitner, in: Österreichisches Biographisches Lexikon 1815-1950, herausgegeben von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, 52. Lieferung, Wien 1997, S. 138-139.
    • „Anifer Hilfe im Fegefeuer“. Die Bruderschaften zu St. Oswald in Anif, in: Kirche Anif – Vertrautes in neuem Glanz. Festschrift zur Renovierung 1996-1999, hg. v. Adolf Hahnl, Salzburg 1999, S. 79-87.
    • Neuzeitliche Bruderschaften und Liebesbünde. Entwicklungsphasen eines versunkenen religiösen Dienstleistungssektors am Beispiel Salzburg 1600-1950, in: Mitteilungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung, Band 108, Heft 3-4 (2000), S. 319-350.
    • „Versicherungen fürs Fegefeuer“ – Bruderschaften und Liebesbünde nach Trient am Beispiel Salzburg (1600-1950), in: Revue d'Histoire Ecclésiastique, Band 96 (2001), No 1-2, S. 34-70.
    • Bruderschaften – Instrument der Religionspolitik Paris Lodrons?, in: Erzbischof Paris Lodron (1619-1653). Staatsmann zwischen Krieg und Frieden, Ausstellungskatalog des Dommuseums zu Salzburg, Salzburg 2003, S. 68-78.
    • Im Schatten der "geistlichen" Vergangenheit? Salzburgs Kirche und katholisches Milieu im langen 19. Jahrhundert, in: Gerhard Ammerer und Alfred Stefan Weiß (Hg.), Die Säkularisation Salzburgs 1803. Voraussetzungen – Ereignisse – Folgen [Protokoll der Salzburger Tagung vom 19.-21. Juni 2003], Frankfurt am Main 2005, S. 218-241.
    • In: Salzburger Mozart Lexikon, Hg. Land Salzburg und Internationale Salzburg Association, Red. Gerhard Ammerer und Rudolph Angermüller, Bad Honnef 2005:
    • Salzburg/Salisburgo“ bzw. Lemmata „Simon Hoffer“, „Johann Jakob Hochmuth“, „Amand Guschl“, „Maximilian Josef von Tarnoczy“, „Johann Kapfinger“, „Josef Halter“, „Bartholomäus Hutter“, „Nikolaus Naschberger“, in: Karl Heinz Frankl und Peter G. Tropper (Hgg.), Das „Frintaneum“ in Wien und seine Mitglieder aus den Kirchenprovinzen Wien, Salzburg und Görz (1816-1918). Ein biographisches Lexikon, Klagenfurt-Laibach-Wien 2006, S. 85-92.
    • Basisbewegung oder Instrument kirchlicher Domestizierung? Charakteristika und Dimensionen des neuzeitlichen Bruderschaftswesens im süddeutschen Raum, in: Rudolf Leeb / Susanne Claudine Pils / Thomas Winkelbauer (Hg.), Staatsmacht und Seelenheil. Gegenreformation und Geheimprotestantismus in der Habsburgermonarchie, Wien 2007, S. 161-167.
    • Mit der „Betschnur“ aus dem Fegefeuer ins Paradies gezogen werden … Die Salzburger Rosenkranz-Bruderschaften des 17. und 18. Jahrhunderts, in: Edelsteine – Himmelsschnüre. Rosenkränze & Gebetsketten, Katalog zur 33. Sonderschau des Dommuseums zu Salzburg, hg. v. Peter Keller und Johannes Neuhardt, Salzburg 2008, S. 33-48.
    • Salzburg für Christus! – Die "Pastoral-Politik" der Erzdiözese Salzburg in der Ära Rohracher. Leitlinien, Exponenten, Richtungsdiskussionen, in: Erzbischof Andreas Rohracher. Krieg / Wiederaufbau / Konzil, hg. v. Ernst Hintermaier, Alfred Rinnerthaler, Hans Spatzenegger, Salzburg 2010, S. 251-281.
    • Die Annullierung der „Salzburger Privilegien“ und die Salzburger Bischofswahl 1934 im Lichte der Vatikanischen Quellenbestände zum Pontifikat Pius‘ XI., in: Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde 151 (2011), S. 317-361.

Auszeichnungen

  • 1992: Erster Preis der Wissenschaftsförderung des Landes Salzburg

Weiterführend

Für Informationen zu Rupert Klieber (Kirchenhistoriker), die über den Bezug zu Salzburg hinausgehen, siehe zum Beispiel den Eintrag in der deutschsprachigen Wikipedia zum selben Thema

Quelle