Johannes Neuhardt

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Gruppenbild mit Johannes Neuhardt, (zweite Pers. von links)

Apostolischer Protonotar Prälat Prof. Dr. Johannes Neuhardt (* 22. September 1930 in Salzburg) ist ein Salzburger Theologe und Heimatforscher.

Leben

Johannes Neuhardt wurde in eine alte Salzburger bürgerliche Familie hinein geboren. Er maturierte im Jahr 1948 am Akademischen Gymnasium Salzburg. Für einen seiner Vorfahren schrieb Leopold Mozart die Hochzeitsmusik. Nach der Mittelschule und dem Studium der Theologie in Salzburg empfing Neuhardt am 12. Juli 1953 in Salzburg die Priesterweihe. Es folgten mehrere Seelsorger-Stellen und ein Zweitstudium der Kunstgeschichte und Archäologie in Innsbruck. Dort wurde Neuhardt 1960 zum Dr. phil. promoviert und war ab diesem Jahr in verschiedenen Funktionen an der Salzburger Kurie tätig.

1974 gründete er das Salzburger Dommuseum.

Er war seit 1978 Mitglied des Domkapitels und fungierte von 1992 bis 2005 als dessen Dekan (Domdechant). In dieser Eigenschaft setzte sich Neuhardt unermüdlich für die Restaurierung des Domes ein, als dessen 80 Meter hohe Marmorfassade starke Schäden zeigte. Er konnte rund 40 Millionen Schilling für die Sanierung der stark beschädigten Fassade auftreiben; etwa 30 Millionen Schilling wurden noch benötigt. 1998 sollte die Sanierung – pünktlich zum 1200-Jahre-Jubiläum der Erhebung Salzburgs zum Erzbistum – abgeschlossen sein. Als Spende für die geplante Benefizauktion zugunsten des Doms am 28. Juni 1997 im Diözesansaal überreichte Bürgermeister Dr. Josef Dechant anlässlich der Verleihung des Bürgerbriefs der Stadt Salzburg an Neuhardt am 10. März 1997 zwei Reliefs des Salzburger Künstlers Bernhard Prähauser. Die beiden Werke aus Ankäufen der Stadt – "Die Kreuzabnahme Christi" und ein mit "Jedermann" betiteltes Werk – dürften bei Kunstkennern hoch im Kurs stehen. Die Versteigerung wurde mit dem Salzburger Dorotheum durchgeführt, der Reinerlös kam ausschließlich der Domsanierung zugute.

Prälat Johannes Neuhardt ist Apostolischer Protonotar und emeritiertes Mitglied des Domkapitels. In seiner Funktion als Domkonservator eröffnete er am 3. Oktober 2009 die Krypta des Konradinischen Doms für die Öffentlichkeit.

Der exzellente Kunsthistoriker ist durch seine Fachkenntnis und Offenheit ein Wegbereiter für die zeitgenössische Kunst in der Erzdiözese Salzburg. Bei zahlreichen neuen und neu gestalteten Kirchen brachte er das II. Vatikanische Konzil zur Geltung. Das Dommuseum, die Telefonseelsorge Salzburg und die Medienkommission der Erzdiözese Salzburg sind ebenso eine Initiative des gebürtigen Salzburgers wie der richtungweisende Kardinal-König-Kunstfonds der Erzdiözese Salzburg.

Vorträge

Quellen

Zeitfolge
Vorgänger

Sebastian Ritter

Domdechant
1992 – 2005
Nachfolger

Matthäus Appesbacher

Zeitfolge
Vorgänger

Geistlicher Assistent der Telefonseelsorge Salzburg
1977 – 2003
Nachfolger

Johann Wilhelm Klaushofer

Zeitfolge
Vorgänger

Direktor des Salzburger Dommuseums
1974 – 1994
Nachfolger

Peter Keller