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Josef Halter

Dr. Josef Halter (* 30. März 1811 in Schwaz, Tirol; † 11. Mai 1872 in Salzburg) war Stiftspropst des Kollegiatstifts Mattsee und Salzburger Landespolitiker.

Leben

Josef Halter war der Sohn eines armen Knappen. Er trat 1829 in den Franziskanerorden ein, drei Jahre später jedoch wieder aus. Er absolvierte ein Theologiestudium in Salzburg. Am 20. September 1835 empfing er die Priesterweihe und war bis 1839 Koadjutor in den Tiroler Pfarren Schwoich, Hart und Angath. Von 1839 bis 1841 studierte er in Salzburg Theologie und war als Erzieher tätig. Dann studierte er in Wien Kirchenrecht und promovierte 1842 zum Doktor des Kirchenrechts.

Er war

  • von 1842 bis 1845 Aushilfspriester in Brixlegg und Kooperator an der Dompfarre in Salzburg,
  • von 1845 bis 1847 Domchorvikar und
  • von 1847 bis 1852 Konsistorialsekretär in Salzburg

1848 wandte sich Josef Halter mit ganzer Kraft der politischen Neugestaltung des Landes zu. Sein scharfer, gewandter Geist, seine Rednergabe und seine liberale Gesinnung trugen ihm in diesem Revolutionsjahr die Wahl in den Wiener und Kremsierer Reichstag ein, wo er im Geiste des Josephinismus sprach.

Am 3. Juni 1852 wurde er Kapitular des Kollegiatstifts Mattsee,

am 28. August 1856 zum Stiftsdechanten gewählt.

Am 6. April 1861 wurde er als Vertreter des Großgrundbesitzes bis zu seinem Ableben 1872 in den neu geschaffenen Salzburger Landtag gewählt, zugleich bis 1869 in den Landesausschuss.

1869 wurde er Stiftspropst von Mattsee, 1870 zum Landeshauptmann-Stellvertreter gewählt, was er bis zu seinem Ableben blieb.

Vom 15. September 1870 bis zum 10. August 1871 war er Mitglied des Abgeordnetenhauses im Reichsrat.

Dr. Halter verfasste zahlreiche politische Artikel insbesondere in Salzburger Zeitungen. Nach langer, qualvoller Krankheit, die er standhaft ertrug, starb er bei vollem Bewusstsein ruhig und gottergeben.

Quellen

Siehe auch

  • Wikipedia-Artikel zum Kremsierer Reichstag [1]
  • Wikipedia-Artikel zum Josephinismus [2]