St.-Sebastians-Kirche

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St.-Sebastians-Kirche, rechtsseitige Altstadt
Karte
Abschlussgitter in der St.-Sebastians-Kirche
Innenansicht der St.-Sebastians-Kirche
Karl-Mauracher-Orgel von 1829
Altarbereich der St.-Sebastians-Kirche

Die St.-Sebastians-Kirche, die Rektoratskirche St. Sebastian der Priesterbruderschaft St. Petrus[1] mit Sebastiansfriedhof und Gabrielskapelle zählt zu den Kleinoden der rechtsseitigen Altstadt von Salzburg. Sie zählt zu den denkmalgeschützten Objekten der Stadt.

Allgemeines

Das Patrozinium wird am 20. Jänner begangen. Die Kirche befindet sich an der Linzer Gasse.

Geschichte

In unmittelbarer Umgebung der Loretokirche gelegen, entstand die Kirche in den Jahren 1505 bis 1512. Weihbischof Berthold konsekrierte sie am Sonntag, den 5. Mai 1512, dem Sonntag nach Philippi und Jakobi d. J. (3. Mai).[2]

Eine Erweiterung folgte 1749 nach Entwürfen des hochfürstlichen Hofgarteninspektors Anton Danreiter.

Sie besitzt einen leicht in die Linzer Gasse vorgezogenen Fassadenturm, der von einem Zwiebelhelm mit Laterne bekrönt ist. Die Portale im Turm-Erdgeschoß und im Altarraum wurden nach 1750 von Anton Danreiter entworfen. Der Innenraum ist mit einem Tonnengewölbe versehen. Das große Deckenfresko und das alte Altarbild, beide von Paul Troger, gingen beim Stadtbrand 1818 leider verloren. Die Wiederherstellung der Kirche nach 1818 veränderte das Bild der Kirche. Der marmorne Hochaltar wurde umgearbeitet und das Altarbild neu angefertigt. Die Bilder der Seitenaltäre stammen teilweise von Johann Michael Sattler, Sebastian Stief oder Franz Streicher. Besonders eindrucksvoll ist das erhaltene Abschlussgitter der Kirche von Philipp Hinterseer (1752).

Betritt man die Kirche durch die Nordtür, findet man in der Mitte der Wand des Vorraumes das Grabdenkmal des berühmten Naturforschers und Arztes Theophrastus aus dem Geschlechte der Bombaste von Hohenheim, besser bekannt unter dem Namen Paracelsus.

Orgel

Die Orgel ist ein Werk von Karl Mauracher, der sie 1829 fertigstellte. Sie hat ein Manual und Pedal mit zwölf Registern und ist fast vollständig erhalten.

Disposition

Manual: (54 Tasten C–f3)
Principal 8'
Gedackt 8'
Gamba 8'
Dolce 8'
Octav 4'
Flöte 4'
Qinte 22/3'
Superoctav 2'
Mixtur 2'
Pedal: (18 Tasten C–f0)
Subbass 16'
Oktavbass 8'
Cello 8'
Pedalkoppel (1864 ergänzt)

Der Sebastiansfriedhof

Hauptartikel: Sebastiansfriedhof

Der Sebastiansfriedhof ist nach dem Vorbild italienischer "Campi Santi" nächst der Kirche St. Sebastian errichtet. Er wurde von Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau bei dem italienischen Baumeister Andrea Bertoleto in Auftrag gegeben und von 1595 bis 1600 erbaut. In der Mitte des Friedhofs befindet sich die Gabrielskapelle, die Grabkapelle von Wolf Dietrich.

Alte Ansichten

Quellen

Fußnoten

  1. Quelle www.sankt-sebastian.at
  2. ÖKT IX (Österreichische Kunsttopographie IX: Die kirchlichen Denkmale der Stadt Salzburg, Wien 1912), zitiert nach: Friedhof zu heiligen Sebastian 1505 – 1888. In: Conrad Dorn: Der Friedhof zum hl. Sebastian in Salzburg, hg. vom Kulturamt der Stadt Salzburg, Salzburg 1969, S. 12 – 14, hier S. 12.