Schiffertheater Laufen – Theatergruppe Standl

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Das Schiffertheater Laufen – Theatergruppe Standl geht in seiner Tradition auf die Theatergruppen der Salzachschiffer von Oberndorf und Laufen zurück.

Geschichte

Man nimmt an, dass das Schiffertheater Laufen so alt wie die Schifffahrt selbst ist. Da den Winter über die Salzachschifffahrt eingestellt war, widmeten sich die Schöffleut dem Theaterspielen. Sie erreichten dabei hohes Niveau und spielten vor Fürsten, in Klöstern, aber auch auf öffentlichen Plätzen und Theatern. Erstmals wurde das Schiffertheater Laufen 1762 genannt, als es vor dem Salzburger Fürsterzbischof Schrattenbach spielte.

Die älteste der Theatergesellschaften war jene der Standl. Sie bestand noch bis 1907. Theaterdirektor Rupert Standl (1803−1881) brachte die Theatergesellschaft Standl des Laufener Schiffertheaters zu einer großen Bekanntheit. Der von ihm gemalte Theatervorhang befindet sich im Salzburg Museum, eine Kopie im Heimathaus Oberndorf.

Mit der Wiedergründung des „Schiffertheaters Laufen – Theatergruppe Standl“ wurde eine alte Tradition wiederbelebt. Die Theatergruppe führt das Historienspiel Stille-Nacht-Spiele „Hirten erst kundgemacht“ auf, das von der Entstehung des beliebten Weihnachtsliedes „Stille Nacht! Heilige Nacht!‎“ erzählt und zeigt die historischen Umstände auf, in denen das Lied in Oberndorf-Laufen entstanden ist. Armut und Resignation hatten sich nach den napoleonischen Kriegen und dem Niedergang der Schifffahrt breit gemacht.

Zitat aus einer Chronik

„Ihr Commedi erfreut die Zuschauer. Ihre Spiele sind geschickt und unanstößig, sie müssen moralisch sogar belobt werden. Sie wandern im Herbst und Winter im Lande herum und wagen sich an alles: Schauspiel, Lustspiel, Tragödie, ja selbst Oper.“

Quelle