Schwanzmeise

Aus Salzburgwiki
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Vermutlich Übergangsform zwischen mittel- und nord-/osteuropäischer Grundform, heimischer Standvogel oder Gastvogel im Natur- und Europaschutzgebiet Zeller See
Schwanzmeisengruppe mit einem dem ersten Anschein nach nord- oder osteuropäischem Gastvogel (rechts, weißer Kopf, ohne Scheitelseitenstreif), gesichtet im Natur- und Europaschutzgebiet Zeller See
Schwanzmeise, möglicherweise Gastvogel aus Nord- oder Osteuropa

Die Schwanzmeise (in Mitteleuropa Aegithalos europaeus, in Nord- und Osteuropa Aegithalos caudatus) zählt zur Familie der Meisen (Paridae).

Beschreibung

Sie ist sehr klein, rundlich und erreicht eine Körperlänge von 13-15 cm, davon beträgt allein die Länge des Schwanzes 7-9 cm. Im Flug sieht sie daher wie eine kleine helle Kugel mit Schwanz aus. Sie fliegt hüpfend und in leichten Bögen. Sie klettert akrobatisch an dünnen Zweigen und hängt dabei oft mit dem Bauch nach oben im Astwerk. Sie ist wenig scheu, jedoch rastlos und daher oft nur kurz zu sehen. Eine Schwanzmeise kommt selten allein - sie ist meist im Familienverband unterwegs. Kopf und Unterseite sind weiß mit breitem dunklen Scheitelseitenstreif. (Der Kopf der nord- und osteuropäischen Schwanzmeisen, die als Gastvögel hierherkommen, ist zur Gänze weiß. Ähnlich wie auf dem nebenstehendes Bild der Vogel rechts. Es gibt jedoch auch Übergangsformen. Zu diesen siehe untenstehenden Link.) Die Ohrdecken sind zart dunkel gestrichelt, der Mantel ist schwarz mit rosa Schulterfedern. Die Flanken und der Bauch sind hell rötlich braun. Der lange schmale Schwanz ist schwarz mit weißen Kanten. Der Schnabel ist auffallend kurz, die Augen wirken wie Pfefferkörner, der Lidring ist oben gelborange. Ihr Gesang ist leise zwitschernd und nur selten zu hören.

Verwandtschaft und Brutgebiet

Sie ist nicht näher mit den „echten“ Meisen wie Kohlmeise oder Blaumeise verwandt, sondern nur ein Mitglied derselben großen Gruppe, zu der auch Laubsänger, Schwalben wie die Rauchschwalbe oder die Mehlschwalbe, sowie Lerchen gehören.

Die Schwanzmeise brütet in naturnahen Laub- und Mischwäldern mit viel Unterwuchs (Hasel, Salweide…) und toten Bäumen. Aber auch in Parks und Gärten in hohem Gebüsch. Sie baut ein kunstvolles geschlossenes, hochovales Moos-Nest in einer Astgabel. Das Nest wird von Spinnweben zusammengehalten und wird mit Stücken von Birkenrinde und mit Flechten getarnt.

Die Schwanzmeise ist überwiegend ein Standvogel, es gibt im Winter jedoch auch Zuzug aus dem Osten und dem Norden. Diese Exemplare sind als Gastvögel zu bezeichnen.

Die Schwanzmeise in Salzburg

Es existieren mindestens 1.000 bis maximal 10.000 Brutpaare und gilt die Schwanzmeise daher hier nicht als gefährdet.

Quellen

  • Slotta-Bachmayr, Leopold, Medicus, Christine, Stadler, Susanne: Rote Liste der gefährdeten Brutvögel des Bundeslandes Salzburg, Naturschutzbeiträge 38/12, HG Amt der Salzburger Landesregierung, Referat 13/02 – Naturschutzfachdienst, Salzburg 2012, S. 29
  • Killian Mullarney, Dan Zetterström, Lars Svensson, Der Kosmos Vogelführer, Große Ausgabe, 2. Auflage des 2011 erschienenen KOSMOS-Vogelführers, S. 346-347
  • http://www.ornitho.de/index.php?m_id=20090