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Selmanns Grabläufer

Selmanns Grabläufer, auch Selmann-Grabläufer (Pterostichus selmanni inexpectus), ist ein im Tennengebirge und in den Salzkammergutbergen endemischer Käfer aus der Familie der Laufkäfer (Carabidae).

Allgemeines

Der Gattungsname „Pterostichus“ (von altgriechisch πτερόν ‚pterón‘ ‚Flügel‘ und στίχος ‚stíchos‘ ‚Linie‘) bezieht sich auf die deutlichen gefurchten Flügeldecken,[1] der Artname auf den Apotheker und Koleopterologen Franz Selmann aus Steyr, Oberösterreich.[2][3]

Mit seinen speziellen Fangmundwerkzeugen kann der Käfer gut die flinken Springschwänze erbeuten.[2]

Er besiedelt lichte, feuchte und blockreiche Wälder zwischen 700 und 1 900 m Seehöhe.[4]

Gefährdung und Schutz

Eine Gefährdung der Art ist insbesondere durch intensive forstwirtschaftliche Nutzung gegeben, die zur Nivellierung des Bodens und zur Reduktion des Anteils an liegendem Totholz führt. Endemiten-Experten zufolge besteht eine extrem hohe Schutzverantwortung für diese Art.[5] Im Land Salzburg wurde die Art mit der Pflanzen- und Tierarten-Schutzverordnung 2017 unter Naturschutz gestellt.[6]

Quellen

  1. Wikipedia-Artikel Kohlschwarzer Grabläufer
  2. 2,0 2,1 Vielfalt Natur Nr. 26 (2013) Nationalpark Kalkalpen: Lebensraum Waldboden – Artenvielfalt unter den Füßen (von Pascal Querner)
  3. ZoBoDat-Eintrag „Franz Selmann“, * 1747/48??; † 1831
  4. Erläuterungen zum Entwurf einer (Salzburger) Pflanzen- und Tierarten-Schutzverordnung 2017
  5. Rabitsch, Wolfgang, und Franz Essl: Endemiten. Kostbarkeiten in Österreichs Pflanzen- und Tierwelt (2009).
  6. Pflanzen- und Tierarten-Schutzverordnung 2017