Silberbergbau Zeltschach

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Die reichen Silbervorkommen in dem einst vom Erzbistum Salzburg gegründeten Eigenbistum Gurk, vor allem der Silberbergbau Zeltschach, ermöglichten die Entwicklung des Marktes Friesach und der Salzburger Münze die Produktion des Friesacher Pfennigs.

Anfänge

1072 gründete der Salzburger Erzbischof Gebhard mit dem Bistum Gurk im heutigen Kärnten sein erstes Eigenbistum auf Grund und Boden Salzburgs. Er stattete das Bistum mit den umfassenden Besitztümern des von Hemma von Gurk gegründeten Benediktinerinnenklosters Gurk aus. Hemma von Gurk selbst stammte aus dem Geschlecht der Grafen von Zeltschach. Unter diese Besitztümer fiel auch Bergwerksbesitz um Friesach, dem damaligen Verwaltungszentrum der Salzburger Besitzungen im kärntnerisch-steirischen Raum.

Lage

Am wichtigsten war die nahe Friesach gelegene reiche Silbergrube Zeltschach, ohne die die Entwicklung Friesachs einen anderen Verlauf genommen hätte und auch der Friesacher Pfennig nicht denkbar wäre.

Zeltschach, heute eine Katastralgemeinde von Friesach, wird urkundlich 898 zum ersten Mal erwähnt. Schon 1074 schenkt der Salzburger Erzbischof dem Benediktinerstift Admont die Einnahme von 12 Pfund Silber aus dem Berggebiet de Zezzin östlich des damaligen Marktes Friesach. Weitere Silbergruben auf dem heutigen Gebiet von Kärnten befanden sich damals am Dobritsch, an der Gulitzen, im Gurktal, um Zweinitz, um Straßburg und im Metnitztal.

Neben den Bergbauaktivitäten des Fürsterzbistums Salzburg betrieb auch das um 1124 eingerichtete Domkapitel von Gurk - jedoch völlig unabhängig vom Erzbistum Salzburg Bergbau, was gelegentlich zu Streitigkeiten führte.

Quellen

  • Waltraud Krassnig: Geistliche Landesherren als Bergbautreibende in Kärnten, im Katalog, Band II. Beiträge, zur Ausstellung Grubenhunt & Ofensau, Vom Reichtum der Erde, Landesausstellung Hüttenberg / Kärnten, 29. April – 29. Oktober 1995
  • Diverse Salzburgwiki-Artikel
  • Deutsche Wikipedia, Stichwort Zeltschach