Aula Academica

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Aula Academica Alte Universität, Außenansicht
Karte
Aula Academica, Zugangsportal
Aula Academica, Alte Universität, Innenansicht Panoramaaufnahme

Die Aula Academica, auch: Große Aula, Universitätsaula oder Mozartaula der Universität Salzburg, befindet sich am Max-Reinhardt-Platz im Festspielbezirk der Altstadt von Salzburg.

Geschichte

Die Aula Academica wurde 1631 vom Dombaumeister Santino Solari errichtet und diente ursprünglich als Kongregationssaal für die Marianische Kongregation des Kollegiums. Sie wurde am 5. Jänner 1654 von Fürsterzbischof Paris Graf Lodron, dem Gründer der Universität Salzburg, eingeweiht. Sehr wahrscheinlich wurde sie nach Plänen von Wolfgang Hagenauer um 1780 erstmals umgestaltet. Sie diente auch als historischer Mehrzweckraum für Messen und für Theateraufführungen. Oberhalb der acht Fenster der Ost- und den sieben Fenster der Westseite befinden sich Darstellungen der 15 Geheimnisse des Rosenkranzes. Das ehemalige große Altarbild stammt von Adrian Bloemart und zeigt Christus als Weltenrichter, umgeben von seiner Mutter Maria und von Heiligen.

Musikveranstaltungen

In der Großen Aula haben - neben vielen Salzburger Komponisten - auch Leopold Mozart (mit der Aufführung von „Antiquitas personata“ am 18. Mai 1742, dessen Text von Paul Nagl stammte) und sein Sohn Wolfgang Amadeus, gewirkt.

Als Fünfjähriger trat Mozart am 1. September 1761 im Schuldrama „Sigismundus Hungariae Rex“ (Musik von Johann Ernst Eberlin, Text von P. Marian Wimmer) als tanzender Page auf. Am 13. Mai 1767 wurde seine Jugendoper „Apollo et Hyacinthos“ (KV 38) hier uraufgeführt. Mozart komponierte diese Oper mit 11 Jahren und spielte selbst am Clavicembalo.

Mit dieser Oper wurde die Aula am 27. Jänner 2005 nach ihrer gründlichen Renovierung am 249. Geburtstag Mozarts wiedereröffnet.

Alte Ansichten von 1710 (nach der gleichen Vorlage ausgearbeitet)

Technik

Im Jahr 2004 wurde Aula Academica (Große Aula) als Veranstaltungsort konzeptionell umgestaltet. Der Zutritt erfolgte früher über die Doppelstiege in der Alten Universität und durch die relativ enge Prunkpforte an der Nordseite. Die Raumnutzung der Aula war früher von Nord nach Süd auf ein niedriges Podest schauend, ausgerichtet und die Bestuhlung war eben ausgeführt. Die Nutzung wurde um 180 Grad gedreht. Der Zutritt erfolgt heute über ein modernes, breites Stiegenhaus und durch zwei Zugänge an der Südseite.

Das Podest, über die Raumbreite greifend, steht heute an der Nordseite. Die darüber liegende weiße Wand kann dadurch als Projektionsfläche genutzt werden. Der Hohlraum darunter ermöglichte erstmals den Einbau einer Klimaanlage für den Saal.

Zur Verbesserung der Sicht und Akustik wurde in die Aula eine von Norden nach Süden in flachen Stufen aufsteigende, aus Stahl konstruierte und mit Holz-Akustik-Elementen verkleidete Tribüne oder Auditorium eingebaut, sodass heute alle Besucher der verschiedenen Veranstaltungen (Konzert, Vortrag, Präsentation, Sponsion, Promotion oder akademische Ehrung) optimale Sicht- und Hörbedingungen haben. Der Raum wurde auch mit entsprechender Veranstaltungstechnik ausgestattet.

Die ca. 660 m² große Aula hat heute 624 gepolsterte Klappstühle, 504 Plätze befinden sich auf der Tribüne und sind mit dieser starr verbunden. Der Südtrakt wurde zu einem neuen Foyer, dem Jeanne Kahn-Foyer, umgestaltet, eine außen gelegene Treppenanlage erschließt die Aula vom Furtwängler-Park aus. Das Gebäude präsentiert sich nunmehr behindertengerecht und wurde mit zeitgemäßen Garderoben- und Sanitärräumlichkeiten ausgestattet.

Ereignisse in der Aula Academica

Am 13. Mai 1767 wird Mozarts erste Oper „Apollo et Hyacinthus“ in der Aula uraufgeführt.

Am 27. Jänner 2005 fand die feierliche Wiederöffnung der Aula nach einem Umbau statt. Die Gesamtkosten für den Umbau belaufen sich auf etwa 7,2 Mio Euro. Den Hauptteil in Höhe von ca. 6 Mio Euro trägt die Bundesimmobiliengesellschaft als Gebäudeeigentümerin. Weiters haben sich das Bildungsministerium und die Universität Salzburg beteiligt.

Bildergalerie

Quellen