Valentinstag

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Das Salzburger Valentinstag-Pärchen 2017 der Wirtschaftskammer Eva Kübler und Lukas Zachhalmel
Ein bunter Blumengruß!

Am Valentinstag, dem 14. Februar, werden zum Gedenken an den hl. Valentin, dem Schutzpatron der Liebenden, Blumen geschenkt.

Geschichte

Valentin war im dritten Jahrhundert Bischof der italienischen Stadt Terni (Umbrien). Er hatte laut Legende Verliebte christlich getraut, darunter Soldaten, die nach damaligem kaiserlichem Befehl unverheiratet bleiben mussten. Den frisch Getrauten schenkte er Blumen. Auf Anordnung von Kaiser Claudius II. wurde er am 14. Februar 269 wegen seines christlichen Glaubens enthauptet. Die Ehen, die von ihm geschlossen wurden, standen der Überlieferung nach unter einem guten Stern.

Eine Erweiterung der Sage bringt den Todestag Valentins mit dem römischen Fest Lupercalia in Zusammenhang, das auf den 14. Februar fiel. Es war der Feiertag der römischen Göttin Juno, der Frau des Jupiters und Schutzpatronin der Ehe. Junge Mädchen gingen an diesem hohen Festtag in den Juno-Tempel, um sich ein Liebesorakel für die richtige Partnerwahl zu holen. Junge Männer zogen an diesem Tag Lose, auf denen die Namen der noch ledigen Frauen standen.

Zweifel an der Existenz Valentins

Abgesehen davon, dass der Zeitpunkt der Hinrichtung Valentins, sowohl das Jahr als auch die exakte Terminisierung auf den 14. Februar, schwer in Zweifel gestellt wird, besteht zudem die Meinung, dass es ihn überhaupt nie gegeben hat. Außer den damals illegalen Trauungen nach illegalem christlichem Ritus, schreibt man Valentin generell hohes Wohlwollen für Liebende zu. Insbesondere mit Blumengeschenken soll er Paare bedacht haben. Man begegnet auch der Geschichte, er habe einen großen Blumengarten unterhalten und vorbeikommende Paare mit dem Ergebnis seiner Arbeit beschenkt. Für die heutige Kirche gehört St. Valentin sicherlich nicht zu den an vorderer Stelle genannten Heiligen und auch in der Reihe der Märtyrer wird er selten prominent genannt.

Westeuropa und der Valentinstag

Im westeuropäischen Raum (England, Frankreich, Belgien) gilt der Valentinstag seit dem Ende des 14. Jahrhunderts als "Love Day". Einen Beleg dafür liefert Geoffrey Chaucers Gedicht "The parliament of Fowls" (Das Parlament der Vögel) von 1382, eine heitere Allegorie um eheliche Treue und Untreue anlässlich der Vermählung König Richards II. "Seit dem 15. Jahrhundert sollen in England Valentinspaare zur Anbahnung adeliger Ehen ausgelost worden sein. Diese sollten sich schreiben, Blumengeschenke machen und einander am Valentinstag treffen", so Ulrike Kammerhofer-Aggermann, Leiterin des Landesinstituts für Volkskunde.[1]

Ab den 1950er-Jahren wurde von einem europaweiten Blumenversanddienst das Schenken von Blumen am Valentinstag auch in den deutschsprachigen Ländern besonders propagiert, seit den 1970ern mit steigendem Erfolg. Heute zählt der 14. Februar zu den umsatzstärksten Tagen des Blumenhandels, wobei auch Süßigkeiten in Herzform oder symbolischen Verpackungen sowie anlassbedingte Kreationen weiterer Branchen besonders beworben werden.

"Der Valentinstag bildet heute ein Ritual-Gemenge aus antiken und legendarisch-christlichen Einflüssen, gemischt mit modernen Bedürfnissen sowie kommerziellen Interessen im Umfeld des Liebes-Marketings", so Michael Greger vom Landesinstitut für Volkskunde.[1]

So kam es, dass sich römische Traditionen mit Legenden christlicher Märtyrer und modernen Anliegen vermischten und heute noch in abgewandelten Formen Geschichte machen.

Über die Blumenfarben und was sie aussagen

Will Herr Österreicher ein Zeichen der Liebe überreichen, so tut er das am besten mit roten Rosen, Nelken oder Feuerlilien. Gelbe Rosen stehen für Liebe und Zweifel, Dahlien sagen "ich bin schon vergeben". Neutral ist laut Blumenhandel ein bunter Frühlingsblumenstrauß.

Schutzpatron

Der hl. Valentin ist Schutzpatron der Liebenden.

Quellen

Einzelnachweise