World Vespa Days 2009

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Veronika Wilke vom Stadtmarketing Zell am See.

Die World Vespa Days 2009 fanden vom 11. - 14. Juni 2009 in Zell am See statt.

Allgemeines

Seit 1946 in Pontedera (Toscana, Italien) bei der Firma Piaggio die erste Vespa gebaut wurde, gibt es jährlich ein Vespa-Treffen. Zum fünften Mal fand es 2009 in Österreich statt. Über 3000 Vespa-Fahrer waren in Zell am See und Kaprun unterwegs.

Die World Vespa Days brachten Tausende Übernachtungen in die Region Pinzgau. 90 Prozent der Gäste reisten aus dem Ausland an. Die Initiative für das Treffen kam vom Vespa Club Pinzgau. Der Club wurde 1985 gegründet und hat 25 Mitglieder, die meisten von ihnen Herren im Alter zwischen 40 und 50. Sie alle fuhren als Jugendliche schon Vespas. In den 1980er-Jahren erlebten die Roller einen Boom, als die Jugendszene der Popper auf ihnen unterwegs war. Die Popper standen im Gegensatz zu den Protestbewegungen der 1970er-Jahre und zeichneten sich durch Seitenscheitel, teure Markenkleidung und eben die Vespa aus.

"Die Leute kommen aus 24 Nationen", sagt der Zeller Franz Schmalzl, Obmann des Vespa Club Pinzgau. "Sogar aus Südafrika und Kanada. Die sind natürlich hergeflogen. Die weiteste Anreise mit der Vespa hatte ein Türke." Viele haben die Kultroller aber auf dem Hänger in die Region gebracht. So transportierte ein Vespa-Club aus Bologna, Emilia Romagna, Italien, auf dem Tieflader 60 Vespas in den Pinzgau. Auch Ilse und Peter Witzel (beide 72 Jahre alt) aus dem deutschen Essen haben ihren Roller mit dem Auto gebracht. "Wir waren schon mehrmals bei Vespa-Treffen. Wir können es noch nicht lassen", sagt Peter Witzel. "Ich bin schon als junger Mann Vespa gefahren." Das Modell des deutschen Paares ist Baujahr 1954 und perfekt in Schuss.

Wer Ersatzteile braucht, ist hier richtig. Italienische Händler haben Stände aufgebaut, wo von der rostigen Schraube bis zum Motor alles angeboten wird. "Es gibt eine Szene, die sehr viel herumschraubt", sagt Schmalzl. Ältere Modell werden unter Liebhabern um 10.000 Euro und mehr gehandelt. Die Gustostücke aus dem Vespa-Museum in Pontedera, die in Zell am See zu sehen sind, sind unbezahlbar.

Was ist das Faszinierende an der Vespa? Schmalz: "Die Italophilie spielt mit und sie ist gemütlicher zu fahren als ein Motorrad." "Die Vespa symbolisiert für mich 'La vita è bella', das Leben ist schön", sagt der italienische Wahl-Zeller Massimiliano Lucca.

Quelle

  • Salzburger Nachrichten

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