Akademische Skimeisterschaft in Hofgastein

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Die Akademische Skimeisterschaft fand vom 10. Februar bis 13. Februar 1938 in der Pongauer Gemeine Bad Hofgastein statt.

Allgemeines

An ihr nahmen österreichische 200 Studenten sowie eine Reihe von Studenten aus der Tschechoslowakei, Deutschland, Südslawien, Polen und der Schweiz teil. Die Durchführung oblag dem Wintersportverein Bad Hofgastein und Leitung von Obmann Fritz Rainer. Die sportliche Leitung hatte der Sportwart des Salzburger Landesskiverbands, Peter Radacher inne.

Am ersten Tag, dem 10. Februar, starteten 15 Vierer-Mannschaften zum Staffellauf über 32 Kilometer (Ergebnisse[1])

Am Samstag, den dritten Tag, fand der Abfahrtslauf statt, der über einen Länge von 6,5 Kilometer (!) und einen Höhenunterschied von 1 140 Metern führte. Die bis 1938 gültige Bestzeit hatte Hans Hauser mit 5:30 min. inne. Die Strecke präsentierte sich am 12. Februar 1938 in ausgezeichnetem Zustand. Trotz starkem Wind im oberen Teil wurde die Bestzeit von Hauser zweimal unterboten: Sieger, Heinz Miller von der Technischen Hochschule München, fuhr 4:56 min (!) und Dr. Kurt Egert aus Innsbruck (Zeit nicht in der Quelle angegeben).

Ebenfalls am Samstag fand der Patrouillenlauf statt. 26 Dreiermannschaften gingen an den Start. Die Mannschaften liefen mit 12,5 kg Gepäck eine Strecke von acht Kilometern. Unter Aufsicht von Hauptmann Pongruber aus Salzburg mussten sie nach einer drei-Minuten-Pause mit angeschnallten Skiern liegend auf eine Entfernung von 75 Metern mit Kleinkaliber-Armeegewehren rote Ballons unter Feuer nehmen.

Am Sonntag fanden die Schlussrennen statt - Torlauf am landschaftlich schön gelegenen Steilhang des Weitmoser-Viadukts. Länge der Strecke etwa 600 Meter, Höhenunterschied 185 Meter und 25 Tore. Über 2 000 Zuschauer sahen dann das Skispringen auf der Bilgeri-Schanze unter Anwesenheit von Landeshauptmann Dr. Franz Rehrl, Hofrat Hans Hofmann-Montanus (Landesverkehrsdirektor) und Bürgermeister Alois Laner. 38 Springer gingen über den Bakken. Den weitesten Sprung im ersten Durchgang erzielte Bubi Bradl mit 59 Meter (K-Punkt war 50 m), sowie Köstinger mit 52,5 m. Im Akademischen Bewerb war Delle-Karth mit 51,5 m der Weiteste im ersten Durchgang. Im Zweiten Durchgang wurden dann Weiten um 55 Meter erzielt. Bei den Profis landete Bradl bei 63 Metern im zweiten Durchgang und überbot damit den bisherigen Schanzenrekord von Köstinger mit 59 Metern. Zum Schluss kann der Höhepunkt: ein Dreiersprung von Delle-Karth-Bradl-Köstinger

Quelle

  • anno, Salzburger Volksblatt, Ausgabe vom 14. Februar 1938, Seite 7ff, inkl. aller Ergebnislisten

Einzelnachweise

  1. siehe anno, Salzburger Volksblatt, Seite 7
Österreichische Alpine Skimeisterschaften