Anton Zottl

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Univ. Prof. Dr. Anton Zottl (* 3. August 1933 in Wien; † 27. Februar 2015 in Salzburg) war Salesianerpater, Jugendseelsorger und Gründer des Salzburger Studentenwerks.

Leben

Anton Zottl wuchs in Wien-Döbling auf. Dort lernte er während seiner Gymnasialzeit die Oblaten des hl. Franz von Sales kennen, die seine Wohnpfarre betreuten. Schon kurz nach der Matura schloss er sich 1951 der Ordensgemeinschaft an und übersiedelte für sein Noviziat nach Eichstätt in Bayern. 1952 legte er das Ordensgelübde ab, studierte fortan in Eichstätt Philosophie und Theologie. Am Ende des Studiums empfing er 1956 die Diakonenweihe und wurde schließlich am 29. Juni 1957 in Eichstätt zum Priester geweiht.

Als Pater Anton Zottl 1958 als junger Salesianerpater in die Pfarre St. Blasius nach Salzburg kam und zum Diözesanseelsorger bestellt wurde, schmiedete er sofort Pläne für ein Studentenzentrum. Als Diözesanseelsorger prägte Anton Zottl die Salzburger KSJ von 1958 bis 1965 wesentlich. 1960 gründete er das Salzburger Studentenwerk, dessen Vereinsobmann er bis 2004 blieb. In dieser Zeit wurden mehrere Studentenheime im Süden der Stadt Salzburg für mehr als 500 Studierende errichtet, wobei sein großes Anliegen nicht nur der Wohnraum sondern auch die Förderung der Studierenden auf geistigem und kulturellem Gebiet war.

Seit 1962 Magister promovierte er 1972 zum Doktor der Theologie, 1978 habilitierte er sich. Zwischen 1974 und 1981 war er Lehrbeauftragter an der Universität Salzburg, von 1980 bis 1982 Gastdozent in Fribourg (CH). Zuletzt betreute er von 1981 bis 1998 als Ordinarius den Lehrstuhl für Pastoraltheologie an der Katholischen Universität Eichstätt.

Jahrelang pendelte er wöchentlich mit dem Auto von Eichstätt nach Salzburg, später dann von Freising nach Eichstätt und Salzburg, obwohl sein gesundheitlicher Zustand nie der Beste war: Kinderlähmung, Gehirnhautentzündungen, eine Herzoperation ertrug Zottl mit Demut, bevor ihn zwei Schlaganfälle an den Rollstuhl fesselten. 1998 musste sich P. Zottl in den Ruhestand begeben.

Als seine Letzte Ruhestätte wählte Pater Zottl das Ordensgrab am Sieveringer Friedhof in Wien.

Quellen