Bachstelze

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Futter eintragende Bachstelze
Juvenile Bachstelze in der Porsche Allee, um Futter bettelnd
Bachstelze im Jugendkleid am Ufer des Großen Seekanals im Naturschutzgebiet Zeller See

Die Bachstelze (Motacilla alba) zählt zur Gruppe der Stelzenverwandten (Motacillidae). Das sind eher kleingewachsene, schlanke und langschwänzige Singvögel, Insektenfresser mit spitzem Schnabel, die ihr Futter meist am Boden suchen.

Beschreibung und Lebensräume

Die Bachstelze kommt häufig vor und bevölkert als Brutvogel viele Lebensräume wie beispielsweise Bauernhöfe und Gewässerufer in offener Kulturlandschaft. Man findet sie in Dörfern und Städten ebenso wie auf Industrieflächen und im Gebirge. Sie ist hierzulande ein Sommervogel, während sie sich im Süden und im Westen Europas ganzjährig aufhält. Sie nistet gern in Mauerlöchern, auf Dachbalken und in Holzstößen und lebt von der Insektenjagd.

Sie ist ein schlanker und grazil wirkender Vogel, der ständig mit seinem langen Schwanz wippt. Beim Laufen im Zuge der Insektenjagd macht sie ruckartige Kopfbewegungen, stoppt unvermutet und wippt mit seinem Schwanz.

Ihr Federkleid ist schwarz, weiß und grau. In allen Kleidern (Jugendkleid, Schlichtkleid, Prachtkleid) ist ihre Brust dunkel. Im Prachtkleid sind Scheitel und Nacken schwarz, wobei sich das Schwarz beim Männchen vom aschgrauen Mantel scharf abgrenzt.

Stimme

Die Bachstelze ruft zwei- oder dreisilbig, was wie „tsli-WITT“ oder dreisilbig wie „zi-ze-LITT“ klingt. Ihr Gesang gilt als wenig kunstvoll. Bei gewissen Anlässen wie Revierkonflikten oder Verfolgung durch Kuckucke oder Sperber lässt sie eine lange, recht schnell vorgetragene Folge aufgeregter Zwitscherlaute vernehmen.

Die Bachstelze im Bundesland Salzburg

Die Bachstelze ist – wie nicht anders zu erwarten – auch im Bundesland Salzburg recht häufig. Man schätzt ihren Bestand auf mindestens 10 000 Brutpaare und sie gilt daher als nicht gefährdet.

Ringmeldung

Es macht Sinn, beim Beobachten von Vögeln oder bei der Auffindung von toten Vögeln auch einen Blick auf eine eventuelle Beringung zu werfen. Ringfunde können jederzeit nach Radolfzell[1] gemeldet werden und sind ein aktiver Beitrag zur wissenschaftlichen Erfassung und zum Schutz der Vögel Europas. Wer einen Ringfund meldet, erhält nachfolgend einen Lebenslauf des betreffenden Vogels, was sehr interessant sein kann.

Quellen

  • Killian Mullarney, Dan Zetterström, Lars Svensson: Der Kosmos Vogelführer, Große Ausgabe, S. 268 – 269, 2. Auflage des 2011 erschienenen KOSMOS-Vogelführers.
  • Leopold Slotta-Bachmayr: Rote Liste der gefährdeten Brutvögel des Bundeslandes Salzburg, Naturschutzbeiträge 38/12, Naturschutz Land Salzburg, Salzburg 2012, S. 28

Einzelnachweis