Elisabeth Hölzl

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Elisabeth Hölzl

Elisabeth Hölzl (* 24. August 1957 in Eben im Pongau) ist Vizepräsidentin der Salzburger Landwirtschaftskammer.

Leben

Elisabeth Hölzls Weg an die Spitze der Bauernvertretung hat sich scheinbar von selbst ergeben. Schwiegermutter und Schwägerin waren beide Ortsbäuerin in Eben. Die Wahl zur Bezirksbäuerin kam aber doch unerwartet. "Ich war erst eine Woche Ortsbäuerin, als man mich fragte, ob ich kandidieren will." Es bedurfte einiger Überredungskünste, bis sie zustimmte. Vom Ergebnis der Wahl wurde sie in einen wahren Schockzustand versetzt. "Ich bin damals fast vom Sessel gefallen." Der Schritt von der Landesbäuerin in den Vorstand der Landwirtschaftskammer sei dann logisch gewesen.

Elisabeth Hölzl ist seit 1983 mit Anton Hölzl verheiratet. Das Paar hat fünf Kinder.

Vorgestellt

2008 hat Elisabeth Hölzl die absolute Spitze ihrer persönlichen Karriereleiter erklommen. Seither ist die Pongauerin Vizepräsidentin der Salzburger Landwirtschaftskammer und hat an der Funktion laut eigenen Aussagen viel Freude. Das Amt des jetzigen Präsidenten Franz Eßl strebt sie nicht an. "Nein", meint sie mit einem energischen Kopfschütteln, "dann könnte ich im Betrieb zu Hause nicht mehr mitarbeiten und das will ich nicht."

Der Betrieb zu Hause, das ist ein riesiger Bauernhof in Eben, gleich neben dem Skilift Monte Popolo, mit Fremdenzimmern und Appartements und einer kleinen Landwirtschaft, den Elisabeth Hölzl und ihr Ehemann Anton betreiben. Außerdem gehört zum Unternehmen Hölzl noch ein Skiverleih und der vor Kurzem eröffnete Alpengasthof. Beides wird von zwei bereits erwachsenen Töchtern geführt. Doch damit nicht genug. Auf Funktionärsebene ist Hölzl neben ihrem Präsidentenamt auch noch Landesbäuerin.

Wächst einem bei so vielen Aufgaben nicht manchmal alles über den Kopf? "Ja, sicher", ist die ehrliche Antwort. Es gebe Tage, an denen alles auf einmal daherkomme und man nicht mehr wisse, wo man anfangen solle. Besonders schlimm sei das Jahr gewesen, in dem sie Orts-, Bezirks- und Landesbäuerin in Personalunion gewesen sei. Doch Gott sei Dank habe sie ihren Mann an der Seite. Ohne ihn wäre ihr Engagement in der Landwirtschaftskammer auch nicht möglich, ist sie überzeugt.

Die Arbeit an der Spitze eines von Männern dominierten Gremiums beschreibt Hölzl als spannend. Anfeindungen oder spitze Bemerkungen von männlichen Kollegen habe sie direkt nie erlebt. Da hätten ihre Vorgängerinnen sicher einiges auszufechten gehabt, um den heutigen Zustand zu erreichen.

Heute habe sie oft das Gefühl, dass die männlichen Mitglieder im Vorstand der Landwirtschaftskammer die Anwesenheit von Frauen durchaus schätzen. "Wir bringen eine gute Stimmung mit, sehen nicht alles so verbissen."

Und so wie ihre Vorgängerin Aloisia Fischer – sie war die erste Vizepräsidentin in der Salzburger Landwirtschaftskammer – sei sie inzwischen auch nicht mehr die einzige Frau unter Männern. "Wenn die Wahl so ausgeht, wie wir uns das wünschen, dann werden wir bald drei Frauen im siebenköpfigen Vorstand sein."

Mit der Wahl spricht Hölzl die bevorstehende Landwirtschaftskammerwahl in Salzburg am 21. Februar 2010 an. Die stellt ihr Leben derzeit auf den Kopf. Wahlauftritte, Veranstaltungen, Sitzungen füllen ihren Tag. Ihr Engagement für den Bauernbund bereut sie trotzdem nicht. Denn es habe auch Vorteile, in verantwortungsvollen Positionen zu sein. Als Vizepräsidentin könne sie in der Salzburger Landwirtschaft aktiv mitgestalten. Das habe Vorteile. So habe sie den direkten Draht zur Kammer.

"Wenn wir eines unserer Projekte umsetzen wollen, dann schau ich um Unterstützung", sagt die Vizepräsidentin und huscht im nächsten Moment in die Küche, um Familie und Gäste zu versorgen.

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