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Aloisia Fischer

Aloisia Fischer vor den Resten des abgebrannten Wirtschaftsgebäudes 2007

Aloisia Fischer (* 23. Jänner 1954 in Taxenbach, Pinzgau) ist Bundesrätin a. D. und Landesbäuerin a. D.

Leben

Aloisia Fischer besuchte Volks- und Hauptschule in ihrem Heimatort Taxenbach, um dann ab 1968 ihre schulische Ausbildung mit der Hauswirtschaftsschule St. Johann im Pongau und der kaufmännischen Berufsschule Zell am See abzuschließen. In ihrem Lehrberuf arbeitete sie als Verkäuferin im Gemischtwarenhandel, ehe sie 1975 zur Vollerwerbsbäurin wurde.

Politisch gesehen wurde sie 1985 erstmals als Kammerrätin aktiv. 1986 stieg Aloisia Fischer zur Landesbäuerin auf, drei Jahre später wurde sie zur Vizepräsidentin der Salzburger Landwirtschaftskammer gewählt. 1991 folgte der Sprung zur Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft der Bäuerinnen in der Landwirtschaftskammer Österreich (Bundesbäuerin). Zwischen 1994 und 1996 war Fischer Vorsitzende der Sozialversicherungsanstalt der Bauern in Salzburg, danach als stellvertretende Vorsitzende aktiv. Von 1996 bis 1999 saß sie für die ÖVP im Bundesrat.

Die Liste der für die Bäuerinnen erreichten Verbesserungen, die im westenlichen auf Fischers Amt als Bundesbäuerin zurückgehen, ist lang und beinhaltet unter anderem den gesetzlichen Mutterschutz für Bäuerinnen (Betriebshilfegesetz), die geteilte Pensionsauszahlung, das Karenzgeld für Bäuerinnen (Teilzeithilfe), die Einführung der Bäuerinnenpension, die pensionsbegründende Anrechnung von Kindererziehungszeiten, die Einführung des Pflegegeldes, die Anhebung und Valorisierung des Wochengeldes, die Verbesserung des Berufsschutzes im Regierungsprogramm 2007 und die Einführung des Kinderbetreuungsgeldes für alle Mütter.

Im Oktober 2004 legte Aloisia Fischer ihr Amt als Landesbäuerin auf eigenen Wunsch zurück, in dieser Position folgte ihr Elisabeth Hölzl nach. Als Bundesbäuerin wurde sie im Februar 2007 von der Tirolerin Resi Schiffmann abgelöst.

Am 2. August 2007 zerstörte ein Großbrand Teile ihres Bauernhofs in Piesendorf. Das Wirtschaftsgebäude brannte dabei vollständig ab, das Wohnhaus konnte gerettet werden.

2008 löste wiederum Elisabeth Hölzl Aloisia Fischer als Vizepräsidentin der Landwirtschaftskammer ab.

Quellen

  • Salzburger Nachrichten
  • Österreichisches Parlament [1]