Filialkirche St. Brigida

Aus Salzburgwiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Filialkirche St. Brigida, Ostseite
Filialkirche St. Brigida, Innenansicht
Altarfoto von St. Brigida, Juni 2019
Das zentrale Altarbild zeigt die hl. Brigida (in schwarzweißem Nonnenhabit). Sie heilt einen Kranken.

Die Filialkirche St. Brigida der Pfarre Henndorf befindet sich im Osten von Ölling im Weiler Breyern[1] in der Gemeinde Henndorf am Wallersee. Sie steht unter Denkmalschutz.

Geschichte

Die Kirche wird auch Bridging, Breiding, St. Breid, Breyern oder Breying genannt. Nach der an einem Schlussstein des Langhausgewölbes aufgemalten Jahreszahl 1449 entstand die Kirche in gotischer Zeit. 1614 werden zwei Seitenaltäre erwähnt, von denen der rechte der hl. Barbara, der linke dem hl. Otto geweiht war. 1636 wird St. Brigida als eine feine Kirche mit 3 sauberen consecrierten Altären bezeichnet (Dürlinger).

1675 erhält Matthias Wichihamer in Neumarkt für zwei große Tafeln zum Altar 40 Gulden (fl.) und 1678 ein Zimmermeister in Pfongau für ein hilzernes Gatter beim Hochaltar, Antritt und Stafl 4 fl. 1694 wird ein Copplthurn durch Georg Weber, Zimmermeister in Pfongau, aufgesetzt (94 fl.), das Turmkreuz hierfür verfertigte Johann Lerndorfer, Schlosser in Neumarkt (2 fl. 30). 1716 verzeichnen die Köstendorfer Akten einen Choraltar, den laut der Aufschrift an der Rückwand Baltasar Pöckl (Pöthl [?]) in Salzburg fasste. 1770 kauft man bei Mezger in Salzburg ein neues Messkleid (68 fl.) und lässt durch Johann Oberascher eine Glocke umgießen (18 fl.). 1780 werden neue Kirchenstühle aufgestellt und 1805 wird die Anbringung eines Kreuzweges bewilligt.

Sie wurde 2001 renoviert.

Die Filialkirche St. Brigida gilt heute als ein Hauptwerk der Gotik in Salzburg.

Virgil-Jahr 1984

Anlässlich des Virgil-Jahres 1984 kam der irische Kardinal Thomás Ó Flaich nach Salzburg und besuchte die Filialkirche. Er verewigte sich mit seiner Unterschrift an der Rückwand des Altars. Dieser Sakralbau ist die einzige Kirche in Österreich, die der irischen Nationalheiligen Brigida geweiht ist.

Äußeres

Das Langhaus weist eine glatte Front mit spitzem Dreiecksgiebel und Schindelbelag auf. Zum Eingang führen zwei Stufen und über dem Eingang befindet sich ein schmaler Holzvorbau. Sie ist eine einschiffige Saalkirche und gehört zu dem Typus der sogenannten Wandpfeilerkirchen. Im Süden des Chores springt die Sakristei vor.

Im Inneren

Im Langhaus sieht man ein dreijochiges, gotisches Netzgewölbe. Im Osten befindet sich der kleine runde Schlussstein mit der aufgemalten Jahreszahl 1449. Über dem inneren Eingangsbereich steht die hölzener Westempore. Boden ist von einer Holzstiege durchbrochen.

Der Hauptaltar der Kirche gehörte ursprünglich zur heute nicht mehr existierenden Ulrichskirche in Kirchfenning und wurde 1809 in die Filialkirche St. Brigida verbracht. Das zentrale Altarbild zeigt die hl. Brigida (in schwarzweißem Nonnenhabit). Sie heilt einen Kranken; es handeltt sich dabei um ein gutes Salzburger Bild um 1715. Das Aufsatzbild zeigt die hl. Dreifaltigkeit. Abweichend vom üblichen Typus ruht das Haupt des Leichnams Christi am Schoß des ober ihm sitzenden Gott-Vaters; dazwischen die Taube, links ein Engel, rechts ein Putto und zwei Cherubsköpfchen. Ebenfalls eine gute Salzburger Arbeit um 1715. Das Bild über dem Tabernakel, Öl auf Leinwand, ist eine Kopie eines byzantinischen Madonnenbildes "Unsere Liebe Frau von der immerwährenden Hilfe". Auf der Rückseite der Altarwand ist mit Rötel oben geschrieben : Balthasar Pokhl, Burger und Maller in Salzburg hat disen altar gefast 1715.

Die beiden Seitenaltäre befinden sich auf einfache gemauerte Mensen mit roten Marmorplatten. Auf jedem Altar eine mittelmäßige Statue, Holz, polychromiert, vergoldet, versilbert, links der hl. Rupertus und rechts der hl Virgil, auf Postamenten mit rocaillenumrahmten Namensschilden. Werke um 1750.

Der Kelch ist eine Arbeit des Johann Friedrich Bräuer († 1753) in Augsburg.

Augenbründlquelle

Im Bereich der Kirche gibt es eine Augenbründlquelle.

Bildergalerie

weitere Bilder

 Filialkirche St. Brigida – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im Salzburgwiki

Weblinks

Quellen

Einzelnachweis

  1. Diese Lagebeschreibung stammt aus der Quelle www.pfarre-henndorf.at; in anderen Quellen steht, dass die Filialkirche in Wankham steht.