Furchenpingen

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Furchenpingen sind mäßig tiefe, längliche Gruben, in denen in der Kupferzeit und in der frühen Bronzezeit obertägig Kupfererzbergbau betrieben wurde.

Ältere Technik

Diese ältere Technik wird als kupferzeitliche Technik bezeichnet, sie wurde aber bis in den älteren Abschnitt der Frühbronzezeit, d. h. bis ca. 2000 – 1800 vor Christus eingesetzt. Der als sog. Eiserner Hut ausbeißende Erzkörper wurde mit Schlägeln aus Stein oder aus Bronze und mit Tüllenpickeln aus Bronze aus dem Boden gewonnen. Diese Technik war solange zweckdienlich, als abbauwürdige obertägige Erzausbisse vorhanden waren und bevor man in der Lage war, mittels Feuersetzen untertägig Kupfererzbergbau zu betreiben.

Furchenpingen finden sich im prähistorischen Bergbaugebiet Mühlbach am Hochkönig - Bischofshofen. Die meisten Furchenpingen sind aber durch den später erfolgten Tiefbau zerstört worden. Bei einer Rettungsgrabung beim Höchlehen neben dem neuen Wasserturm der OKA konnte eine Furchenpinge entdeckt und erforscht werden. Sie war ca. zwei Meter lang und maximal 1,5 m tief. Die Pinge keilte nach unten aus und war am oberen Rand ca. 50 bis 80 cm breit. Sie war mit Abraum und wertlosem Schutt verfüllt. Darin fanden sich Bruchstücke von etwa 80 Steingeräten, deren Schäftungsrillen auf ihren ehemaligen Gebrauch als Schlägel hin weisen.

Ein weiteres Fundgebiet liegt in Viehhofen im Glemmtal, wo Spuren ehemaliger Furchenpingen noch heute am Altenberg und auf der Wirtsalm am Abhang der Sausteigen zu sehen sind.

Quellen