Johann Grugger

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Johann "Hans" Grugger (* 13. Dezember 1981 in Bad Hofgastein, Pongau) ist ein ehemaliger Salzburger Skirennläufer.

Karriere

Hans Grugger kam 1999 in den Nachwuchskader des ÖSV und holte 2001 bei den Juniorenweltmeisterschaften Silber im RTL hinter seinem Landsmann Hannes Reiter. Am 29. November 2003 bestritt er mit der Abfahrt in Lake Louise sein erstes Weltcuprennen und landete sofort auf Platz 7. Noch in derselben Saison holte er in St. Anton seinen ersten Podestplatz als Dritter in der Abfahrt.

Seine zweite volle Weltcupsaison brachte vom Start weg gute Resultate, die zur Jahreswende am 29. Dezember 2004 zum ersten Weltcupsieg in der Abfahrt von Bormio führten, dem Grugger eine Woche später in Chamonix auch gleich den zweiten folgen ließ. Bei der Weltmeisterschaft im Februar 2005 in Bormio belegte er Platz 9, im selben Jahr sicherte er sich erstmals den Österreichischen Meistertitel in der Abfahrt.

Auch seine dritte Weltcupsaison begann stark, dem ersten Sieg in einem Super-G in Gröden folgte aber ein kapitaler Sturz am 29. Dezember 2005 in Bormio – die Saison war beendet. Sein Comeback im darauffolgenden Winter war gekrönt von einem weiteren Super-G-Sieg am 11. März 2007 in Kvitfjell. Im April 2007 riss sich Grugger bei Skitests in Saalbach-Hinterglemm aber erneut das Kreuzband, die Vorbereitung auf die Saison 2007/2008 konnte er erst im Herbst beginnen. Die Pechserie hielt an: Ende Dezember 2007 erlitt Grugger einen weiteren Kreuzbandriss sowie einen Meniskusriss und eine Knorpelverletzung. Diese Verletzung war aber nicht akut aufgetreten, sondern Grugger hatte die Blessur knapp fünf Wochen zuvor im Abfahrtstraining in Lake Louise erlitten. Die Saison 2007/2008 war damit für ihn vorzeitig beendet.

Zu Beginn der Saison 2008/2009 schmerzte das noch immer entzündete linke Knie so sehr, dass Grugger auf einen Start in Übersee verzichten musste. Anfang 2009 bereitete er sich bei zwei Europacup Abfahrten in Wengen wieder auf einen Einsatz im Weltcup vor, als ihm am 8. Jänner im Training bei der Landung nach einem Sprung im rechten Knie erneut das Kreuzband und der Menikus rissen.

2010 bestritt Grugger seine erste volle Weltcupsaison seit 2007 und erreichte dabei drei Top-10-Platzierungen, unter anderem einen 5. Rang beim Saisonabschluss in Garmisch-Partenkirchen (D). In einer für die erfolgsverwöhnte österreichische Mannschaft eher bescheidenen Saison zählte er damit zu den wenigen Lichtblicken. Zur allgemeinen Überraschung konnte er sich auch fürs Abfahrtsteam bei den Olympischen Winterspielen in Vancouver qualifizieren, belegte dort aber nur Rang 22.

Am 23. März 2010 kürte sich Grugger in Innerkrems (Kärnten) nach fünf Jahren ein zweites Mal zum Österreichischen Meister in der Abfahrt. Die WM-Saison 2011 begann für Hans Grugger durchwachsen, zwei 17. Plätze in den Abfahrten von Lake Louise und Wengen waren noch die beste Ausbeute. Am 20. Jänner 2011 stürzte er beim ersten Training für die Abfahrt in Kitzbühel schwer und zog sich ein Schädel-Hirn-Trauma und eine Brustverletzung zu. Mehrere Tage lang lag er im Koma. Nach einem Monat konnte er die Intensivstation der Universitätsklinik Innsbruck verlassen. Der schwere Unfall blieb für den Sportler ohne bleibende Schäden.

Im Oktober 2011 zog Grugger 265 Tage nach dem Sturz erstmals wieder Schwünge auf Ski im Schnee. Am 24. April 2012 gab er dennoch bei einer Pressekonferenz in Innsbruck seinen Rücktritt vom aktiven Sport bekannt: das rechte Bein würde den Belastungen des Spitzensports nicht mehr standhalten [1].

Leben

Hans Grugger besuchte die Volksschule in Bad Hofgastein und anschließend die Skihauptschule in Bad Gastein. Grugger absolvierte eine Ausbildung zum Hotelkaufmann und ist gelernter Koch. Er ist mit der ehemaligen ÖSV-Läuferin Ingrid Rumpfhuber liiert.

Erfolge

  • 4 Weltcupsiege
  • 9 Podiumsplatzierungen im Weltcup
  • 2 Europacupsiege
  • 2x Österreichischer Meister (Abfahrt)
  • je eine WM- und Olympiateilnahme

Quelle und Weblink