Olympische Winterspiele 2010 in Vancouver

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Salzburgs Wintersportler holten bei den Olympischen Winterspielen 2010 in Vancouver drei Gold-, zwei Silber- und eine Bronzemedaille.

Allgemein

Für das herausragende Ergebnis sorgte Andrea Fischbacher mit dem Gewinn der Goldmedaille im Super-G, nachdem sie zuvor schon als Vierte in der Abfahrt an Bronze vorbeigeschrammt war. Die Pongauerin war die Einzige des ÖSV-Teams, die in einem Einzelbewerb auf dem Siegespodest ganz oben Platz nehmen durfte.

Positive Schlagzeilen lieferte auch Bernhard Gruber. Der nordische Kombinierer hatte maßgeblichen Anteil am Triumph im Mannschaftsbewerb. Ein weiteres Glanzstück lieferte er mit Platz drei im Einzelbewerb von der Großschanze.

Sein Mannschaftskollege Felix Gottwald krönte sein als "Genussprojekt" tituliertes Comeback ebenfalls mit Gold. Der Sieg mit der österreichischen Mannschaft bescherte ihm die insgesamt dritte olympische Goldmedaille. In den Einzelrennen kam Gottwald allerdings nicht über die Plätze 14 und 17 hinaus. Aller Ehren wert ist die Silbermedaille von Marlies Schild. Sie musste sich im Slalom nur der Deutschen Maria Riesch geschlagen geben. Angesichts der schweren Verletzung, durch die sie zu einer langen Pause gezwungen war, ist dieses Ergebnis außerordentlich hoch zu bewerten.

Für Simon Eder lohnte sich der Olympia-Trip ebenfalls. Er gewann mit der Mannschaft Silber in der Biathlon-Staffel. Seine Topform hatte er schon zuvor mit einem vierten, einem sechsten, einem elften und einem 25. Platz in den Einzelbewerben unter Beweis gestellt.

Von den alpinen Rennläufern erfüllte nur Marcel Hirscher die Erwartungen. Zu einer Medaille reichte es dennoch nicht: Nach Platz vier im Riesentorlauf landete er im Slalom auf Rang fünf. In die Rubrik "Pleiten. Pech und Pannen" passen hingegen die Olympiaauftritte der als Topfavoriten gehandelten Michael Walchhofer und Reinfried Herbst. Walchhofer wurde in der Abfahrt Zehnter und im Super-G gar nur 21. Herbst, der zuvor im Slalomweltcup dominiert hatte, musste sich mit Rang zehn zufrieden geben. Philipp Schörghofer kam im Riesentorlauf auf Rang zwölf, Georg Streitberger erfüllte mit Platz 17 im Super-G die Erwartungen noch weniger. Ganz schlecht lief es für Hans Grugger mit Platz 22 in der Abfahrt. Der leicht verletzte Hannes Reichelt wurde überhaupt nicht aufgeboten.

Anna Fenninger durfte zwar bei drei Rennen antreten, Beachtliches kam dabei nicht heraus. Jeweils Rang 16 in der Superkombination und im Super-G sowie Platz 25 in der Abfahrt liegen deutlich unter ihrem Leistungsniveau. Die hoch eingeschätzte Michaela Kirchgasser erreichte in der Superkombi mit Platz neun ihr bestes Ergebnis, im Riesentorlauf wurde sie 15., im Slalom schied sie vorzeitig aus. Ohne Medaillen blieb auch das sechsköpfige Salzburger Snowboard-Aufgebot. Für Mario Fuchs war im Cross eine Medaille in Griffweite. Nach einem schweren Fehler im Halbfinale wurde er immerhin Siebter. Bei den Damen landete in diesem Bewerb Doresia Krings auf Rang zehn. Noch schlechter ging es Manuela Riegler, die sich im Training verletzte und nicht starten konnte. Für ihre Schwester Claudia kam im Parallelriesentorlauf im Viertelfinale das bittere Aus, sie wurde Siebte. Doris Günther, die Weltcupgesamtsiegerin des Jahres 2009, wurde in diesem Bewerb Neunte. Andreas Prommegger, der zum Favoritenkreis gezählt worden war, kam ebenfalls über Rang neun nicht hinaus.

Die für Saalfelden startende Tiroler Langläuferin Katerina Smutna hat in ihrer Olympiabilanz die Plätze 11 (klassisch Sprint), 29 (Doppelverfolgung) und 33 (30 km Massenstart klassisch) zu Buche stehen.

Insgesamt kann sich die Salzburger Ausbeute durchaus sehen lassen. Ein Vergleich mit den Winterspielen 2006 in Turin macht aber deutlich, dass Salzburgs Sportler schon bessere Zeiten gesehen haben. Damals gab es zwölf Medaillen für Salzburgs Aufgebot.

Quelle