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Hildegard Stofferin

Hildegard Stofferin 2002
An der Orgel
2012
Bei einem Indienbesuch im Rahmen des Projektes „Jana Jagaran
Bei der Eröffnung des neuen Eingangsbereiches beim Russenfriedhof (St. Johann im Pongau)
.

Mag.a[1] Hildegard Stofferin (* 5. Februar 1982) ist Komponistin, Dirigentin, Sängerin und Schriftstellerin in St. Johann im Pongau.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Hildegard Stofferin sang bereits als Fünfjährige das erste Mal mit der Familienmusik Stofferin in der Kiche, zwei Jahre später spielte sie am Keyboard mit. Als Dreizehnjährige kam sie zum Kirchenchor und begann auf der Orgel zu spielen. Mit 17 Jahren wurde sie Solistin bei den lateinischen Orchestermessen.

Hildegard Stofferin absolvierte die Musikhauptschule und das BORG St. Johann im Pongau, wo sie im Jahre 2000 maturierte. Musik und Religion spielten im Leben von Hildegard Stofferin schon immer eine wichtige zentrale Rolle. So studierte sie von 2000 bis 2007 Religionspädagogik an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Salzburg und Musikpädagogik an der Universität Mozarteum Salzburg. Am 20. Juni 2007 legte sie die Diplomprüfung zur Magistra der Theologie ab.

Während ihres Studiums der Musikpädagogik begann sie sich auch sehr für die Musiktheorie und das Komponieren zu interessieren, so dass sie sich daneben auch für das Bakkalaureatsstudium für Musiktheorie einschrieb. Im Laufe ihres Studiums erwarb sie so viel an kompositorischem Wissen, dass sie nun auch einige Werke vorweisen kann, von denen etliche bereits zur Aufführung gebracht wurden oder in nächster Zeit aufgeführt werden.

Ihr Repertoire reicht von Kirchen- über Volksmusik bis hin zu sozialkritischen Liedern, die aus eigener Feder stammen.

2005 erhielt sie den ersten Förderpreis der Stadt St. Johann im Pongau.

Beruflich übt Hildegard Stofferin eine Lehrtätigkeit im Fach Religion und Musik in der Bildungsanstalt für Kindergartenpädagogik in Bischofshofen aus.

Ihre Freizeitinteressen umfassen das Komponieren, Texten, Dirigieren, Singen und Musizieren auf vielerlei Art und Weise sowie mit Freunden beisammensitzen und über Gott und die Welt diskutieren.

Von 2014 bis 2015 leitete Hildegard Stofferin als erste Frau die Bürgermusikkapelle St. Johann im Pongau als Kapellmeisterin.[2]

Zu ihrem 30-jährigen kirchenmusikalischen Jubiläum gab es am 12. Oktober 2017 ein Kirchenkonzert im Pongauer Dom von und mit ihr. Gemeinsam mit der Familienmusik Stofferin und dem "Chor Subito", dessen Corleiterin sie seit 2006 ist, wurden klassische kirchenmusikalische Werke ebenso wie rhythmische Lieder (Spirituals, Gospels) sowie andächte Jodler aufgeführt.

Nachdem 2013 das erste Buch von Hildegard Stofferin erschienen war, präsentierte sie am 12. März 2018 im St. Johanner Kultur- und Kongresshaus Am Dom ihr Werk "Die Skurrilität des Seins", in dem sie fünf Geschichten über menschliche Tiefen zusammenfasst. Die Illustrationen und das Cover dazu stammen vom St. Johanner Maler Heinz Tischer.

Indien-Projekt „Jana Jagaran“

Aufgewachsen ist Hildegard Stofferin in einer Familie, in der Musik und soziales Engagement immer groß geschrieben wurden. So ist es für sie selbstverständlich, dass sie das Indien-Projekt „Jana Jagaran“ („Volk erwache“) ihrer Mutter durch die Einnahmen musikalischer Veranstaltungen unterstützt. Seit 20 Jahren singt und spielt die Familie Stofferin zugunsten dieses Projektes. Teilen, spenden, helfen sind für sie Selbstverständlichkeit.

Musikalische Tätigkeiten

  • Chorleiterin des Jugendchores „Subito“ in St. Johann im Pongau
  • Kantorin, Solistin, Organistin und Gelegenheitschorleiterin im St. Johanner Kirchenchor
  • Mitglied der Familienmusik und des Familiengesangs Stofferin aus St. Johann im Pongau
  • Gelegentliche Projekte mit anderen Chören wie z. B. mit Tabula Rasa aus St. Johann im Pongau
  • Mitwirkende bei den St. Johanner Friedenstagen
  • Korrepetitorin und Chorleiterstellvertreterin im Salzburger Volksliedchor
  • Ausbildung der Hirtenkinder für das Salzburger Adventsingen im Großen Festspielhaus
  • Mitglied der Salzachsänger und Salzachschwegler in Salzburg
  • Komponistin und Interpretin sowohl klassischer, als auch Werke aus dem Bereich der populären Musik (sowohl sakral als auch weltlich)
  • Projektmäßige Chorleiterin und Mitwirkende in diversen musikalischen Formationen (ebenfalls sowohl im sakralen als auch im weltlichen Bereich)
  • Kapellmeisterin der Bürgermusikkapelle St. Johann im Pongau

Werkeverzeichnis

Klassische Musik

2003:

  • Choralvorspiel zu „Nun danket alle Gott“ für Orgel (aufgeführt)
  • Choralvorspiel zu „Oh Heiland reiß die Himmel auf“ für Orgel (aufgeführt)
  • Drei Marienmotetten für dreistimmigen Frauenchor (aufgeführt)

- Ave Maria für gemischten Chor gesetzt (2006) (aufgeführt) - Salve Regina für gemischten Chor gesetzt (2010) - Regina caeli für gemischten Chor gesetzt (2010)

  • „Gregorianische Intonation zur Missa Mundi“ für Orgel (aufgeführt)

2004:

  • „Missa Benedictus ad Gloriam Dei” für gemischten Chor a cappella (aufgeführt)
  • Drei geistliche Gesänge für Mezzosopran und Orgel (aufgeführt)

2006:

  • „Jauchzet dem Herrn“ (Psalm 100) für gemischten Chor, zwei Trompeten, zwei Posaunen, Pauke und Orgel (aufgeführt)
  • „Hommage au Phantom de l’Opera“ für Orgel (aufgeführt)
  • Orgelstück über ein Kyrie-Thema (aufgeführt)

2007:

  • „Missa Prima de Thomasiens“ für gemischten Chor und Orgel (aufgeführt), komponiert zur Primiz von Pfarrer Thomas Bergner
  • Drei Motetten für gemischten Chor a cappella
  • Drei Lieder für Mezzosopran und Klavier über Gedichte von Heinrich Heine (eines davon aufgeführt)
  • „Freund Mond“ für sechs Männer und zwei Frauen nach dem gleichnamigen Gedicht von Julius Wolff (aufgeführt)
  • „Danklied“ nach einem Text von 1814 aus Kuchl für vier Singstimmen
  • „Sind sie nicht schön“ nach einem Text von Kathrin Wagner für gemischten Chor a cappella (aufgeführt)
  • „14. Juli 1834“ für gemischten Chor a cappella 2008:
  • Drei Lieder für Sopran und Gitarre über Gedichte von Hugo von Hofmannsthal(aufgeführt)
  • Drei Übungsstücke für Violine
  • „Die schöne Magelone“ nach Ludwig Tieck für Violine, Violoncello und Sprecher
  • „Ich hebe meine Augen auf“ für gemischten Chor

2009:

  • „De Profundis“ (Psalm 130) für Streichquartett, Oboe und Sänger (Bariton)
  • Streichtrio in drei Sätzen
  • Quintett für Klarinette in Es, 2 Klarinetten in B, Altklarinette und Bassklarinette (aufgeführt)

2010:

  • „Salzburg-Bayerische Freundschaft“ für Hackbrett und Gitarre
  • Quartett für 3 Klarinetten in B und Bassklarinette
  • Choralvorspiel zu „Macht hoch die Tür“ für Orgel (aufgeführt)
  • Stück für Cello und Klavier
  • „Gemma flöten“ – Drei Stücke für Sopran- bzw. Altblockflöte und Klavier
  • Dreisätziges Werk für Streichquartett und Sopran

2011:

  • „Halleiner Kreuzweg“ in 4 Bildern für Sopran, Tenor und Bariton (2010/2011)(aufgeführt)
  • „Dann sah ich den Himmel offen“ für Chor und Orchester (aufgeführt)
  • Duo für Klarinette in B und A
  • Ave Maria für Sopran und Orgel

2012:

  • „Was bedeute Advent für uns“ für gemischten Chor a cappella
  • „Wie warten wir erwartungsvoll“ für gemischten Chor a cappella
  • „Es leucht’ ein Stern“ für gemischten Chor a cappella
  • „Wir aber sind fleischlich“ für gemischten Chor a cappella

Weiters komponierte Hildegard Stofferin "Jauchzet dem Herrn" zum 50. Priesterjubiläum von Prälat Egon Katinsky und "Ave Maria" zum Abschied von Pfarrer Adalbert Dlugopolsky aus der Pfarre St. Johann im Pongau.

Lieder für Singstimme und Gitarre

  • 2002: „Mama“
  • 2003: „A Lond“
  • 2004: „Angst leg dich schlafen, Hoffnung zieh dich an“
  • 2006: „Straßenkinder“, „Wie viel mehr?“
  • 2008: „Es ist der Traum von einer Welt“
  • 2009: „Deine Augen zeugen von Trauer“,„Gott im Himmel sei die Ehre“, „Herr, gib mir Kraft“ (Musik: 1997/Text: 2009), „Weißt Du, worauf Du gehst und stehst?“ (Musik: 2002/Text: 2009)
  • 2010: „Lasst uns lieben und leben das Sein“, „Wir sind die Kinder einer großen Welt“
  • 2011: „Dies ist ein Lied für Menschen frohen Mutes“, „In nasse Silhouetten“, „Was kann es sein?“, „Wie viele Menschen sind allein“
  • 2012: „Der Wert der Zeit“
  • Datierung unbekannt: „Du bist nicht schuld daran“ (Scheidungskinderlied), „Geh die Wege“, „Intersol-Lied“, „It is you“ (Text: Ernst Reppnig), „Meines Herzens ungeduldigen Schläge“, „Nur eine Blume“ (1997/98) („Du schenkst der Welt den Frieden Dein“), „Seit Togn“,
  • Weitere kleine Stücke und Lieder

Texte

  • 2006: Alle Gesichter sind gleich; Angst; Ich habe ständig diesen grauenhaften Geruch des Todes in der Nase; Ihr urteilt über Dinge; Jeder Mensch ist seines eigenen Glückes Schmid; Krebs, wer bist Du?; Oh, Du grausamer Dämon der Lust; Und da hörte ich einen Chor; Wind
  • 2007: Bitte, sag mir; Das Leben und der Tod streiten sich um mich; Der Himmel weint; Herr, gib Frieden dieser Welt; Ich habe von Anfang an falsch gelebt und falsch geliebt; Mein Körper schmerzt so sehr; Oh, Herr und Gott ich danke Dir; Verwirf, Du Mensch der Grausamkeit; Wem kann ich’s klagen außer Dir?; Zitternden Schrittes wankte sie durch diese Gegend
  • 2008: Die Musen; Gewalt resultiert aus der Angst; Mensch, wer bist Du?; So muss ich nun wohl gestehen
  • 2009: Es hat keinen Sinn; Es sieht so aus als brenne die Welt; Es zerreißt mich schier; Ist es wirklich so schwer?; Mensch, sei Licht; Oh, Gott Vater im Himmel; Was für Menschen lässt ein Krieg zurück?
  • 2010: Blind, taub, stumm; Ja, und dann gehören wir dazu; Manchesmal da weine ich; Woher glaubst Du kommt die Armut?
  • 2011: Ich wünschte, Du gäbest mir ein Herz aus Stein; Oh, wie seh’n ich mich nach jener Weite;
  • 2012: Hass!
  • Datierung unbekannt: Christus, König, Du; Gott der Herr gab uns das Leben; Ich will dem Herren mein Leben schenken; Meines Herzens ungeduldigen Schläge; Oh, die Täler; Oh, Jesus Christ, wir bitten um den Segen; Weitere kurze Texte und Sprüche

Bücher

  • 2013: "Aus dem Leben für das Leben - Lieder und Texte mit religiösen und weltlichen Inhalten für Kirche, Schule und zu Hause" veröffentlicht. Es handelt sich dabei um Kompositionen, Fotos und Texte zu Themen wie Evangelienkommentare, Friedenslieder, Schöpfung, von der Sehnsucht der Menschen, Zweifel und Trauer, gelebte Nächstenliebe und Gottes Zuversicht. Erschienen im Eigenverlag
  • 2018: "Die Skurrilität des Seins - Geschichten über menschliche Tiefen", herausgegeben vom Verlag Edition Innsalz aus dem Innviertel. [3]

Weblinks

Quelle

Fußnoten

  1. Bis 2006 war "Magister" (männlich) bzw. (seit 1993) "Magistra" (weiblich) der übliche akademische Grad für die meisten Studien auf Master-Niveau. "Mag." ist die gesetzliche (§55 Universitätsgesetz 2002) Abkürzung sowohl für "Magister" als auch für "Magistra", wohingegen aber auch (aus gleichstellungspolitischen Motiven) die Abkürzung "Mag.a" für "Magistra" propagiert und verwendet wird.
  2. Artikel Bürgermusikkapelle St. Johann im Pongau im Salzburgwiki
  3. St. Johann Journal, Ausgabe Februar 2018