Hochwasserschutz Statzenbach in Neumarkt am Wallersee

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Der Hochwasserschutz Statzenbach in der Flachgauer Stadt Neumarkt am Wallersee wurde in den Jahren 2004 bis 2006 realisiert.

Über den Hochwasserschutz

Von 2004 bis 2006 wurden beim Statzenbach in Neumarkt am Wallersee der Schutz für ein 30-jährliches Hochwasser errichtet, die baufälligen Ufermauern ersetzt, der Bach ökologisch aufgewertet und die Fischpassierbarkeit ermöglicht. Die Gesamtkosten lagen bei rund 1,3 Millionen Euro, 40 Prozent davon trug der Bund, 40 Prozent das Land Salzburg, und 20 Prozent trägt die Stadtgemeinde Neumarkt.

"Vor rund 70 Jahren wurde in der Stadtgemeinde Neumarkt am Wallersee der Statzenbach kanalisiert und mit einer Ufermauer gesichert, um den Hochwasserschutz zu verbessern und wertvollen Siedlungsraum zu gewinnen. Der damals für die Ufermauern verwendete Beton hat nunmehr das Ende seiner Lebensdauer erreicht, die alte Ufermauer ist über weite Bereiche einsturzgefährdet. Die notwendige Sanierung der Ufermauer wird zum Anlass genommen, auch weitere Verbesserungen am und für den Statzenbach in Angriff zu nehmen“, erklärte Landesrat Sepp Eisl, zuständig für den Schutzwasserbau im Land Salzburg, im Dezember 2015.

Ziele des Projekts

  • Hochwasserschutz bis zu einem 30-jährlichen Hochwasser (Abfluss zirka 25 Kubikmeter Wasser pro Sekunde) des Statzenbaches;
  • Ersatz der baufälligen Ufermauern durch einen neuen Uferschutz;
  • Ökologische Aufwertung des Statzenbaches durch Strukturierung der Sohle und der Ufermauer sowie durch Aufweitungen;
  • Umbau des Simbrunner Wehres in eine aufgelöste Sohlrampe und Herstellung der Fischpassierbarkeit.

Bauabschnitte 2004

Bauherr des Projektes war die Stadtgemeinde Neumarkt, für die Ausführung verantwortlich war die Fachabteilung Wasserwirtschaft des Landes Salzburg. Die Baumaßnahmen im Jahr 2004 gliederten sich in die folgenden Arbeitsschritte:

  • Rammen einer Spundwand hinter der alten Ufermauer;
  • Abriss und Abtransport der baufälligen Ufermauer;
  • Neuerrichtung der Ufermauer mit strukturierter Oberfläche und anschließende Gestaltung der Ufermauer und der Bachsohle mit Konglomeratsteinen;
  • Diese Strukturierungs- und Gestaltungsmaßnahmen sollen nicht nur den optischen Eindruck des Statzenbaches für Passanten und Anrainer auflockern, es soll dadurch auch der Lebensraum für Kleinlebewesen und Fische im Statzenbach attraktiver gemacht werden.
  • Zusätzlich wird durch herabhängende Pflanzen und Bemoosung der Mauerfugen und Konglomeratsteine die graue Betonmauer bald grün erscheinen.
  • Gestaltung zweier Aufweitungsbereiche: am rechten Ufer oberhalb des alten Fußgängerstegs und am rechten Ufer unterhalb der Lötschenbrücke;
  • Abtragen des Simbrunner-Wehres und Herstellung der Durchgängigkeit für Fische und Kleinlebewesen mithilfe einer aufgelösten Sohlrampe (Kaskadenrampe).

Baumaßnahmen bis 2006

2005 wurden die Arbeiten zum Hochwasserschutz Statzenbach in ähnlicher Form gegliedert wie 2004. Nach Abschluss der Nacharbeiten für den Bauabschnitt 2004 (Asphaltierung und Bepflanzung, Fußgängersteg) wurden folgende Maßnahmen gesetzt:

  • Nach Fertigstellung der Arbeiten im Flusslauf wurde im Frühjahr 2005 ein neuer Fußgängersteg beim Lötschenparkplatz eingehoben und der Lötschenparkplatz neu gestaltet (Geländer, Asphaltierung, Bepflanzung);
  • Rammen einer Spundwand hinter der alten Ufermauer;
  • Abriss der alten Ufermauer;
  • Errichtung einer neuen Ufermauer mit Strukturoberfläche;
  • Gestaltung des Bachbettes und der Uferverbauung;
  • Neubau der in diesem Abschnitt befindlichen Gemeindestraßenbrücke über den Statzenbach.

Baumaßnahmen 2006

Im Bauabschnitt des Jahres 2006 wurden hauptsächlich Gestaltungs- und Restrukturierungsmaßnahmen am Statzenbach durchgeführt.

Quelle