Hugo, Paula und Egon Singer

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Stolperstein für Hugo Singer, dessen Gattin Paula (geborene Weiszfeiler) und deren gemeinsamen Sohn Egon Singer; in der Franz-Josef-Straße Nr. 9

Hugo Singer (* 26. Februar 1896 in Wien; † 5. Juli 1942 in Lublin-Majdanek, ermordet); seine Frau Paula Singer, geborene Weiszfeiler (* 23. März 1894 in Bösing, Pezinok, bei Pressburg, ungarisch Pozsony, seit 1919 Bratislava; † unbekannt), sowie deren Sohn Egon Singer (* 30. April 1927; † 23. September 1942) waren Opfer des Nationalsozialismus.

Leben

Singer arbeitete in der Schuhfabrik Fränkel, welche einige Filialen, darunter auch drei in der Stadt Salzburg - in der Judengasse, in der Getreidegasse und in der Dreifaltigkeitsgasse hatte. In den 1920er Jahren kam Singer nach Salzburg, um dort, gemeinsam mit seinem Bruder Rudolf, das Geschäft in der Dreifaltigkeitsgasse, das nunmehr unter dem Namen Schuhhaus Singer bekannt war, zu übernehmen. Rudolf ging jedoch später wieder zurück nach Wien.

Singer hatte mit seiner Frau Paula zwei Söhne: Alfred (* 1920 in Mödling; † 2. Februar 1928 in Salzburg) und Egon. Alfred starb jedoch bereits im Kindesalter und fand seine letzte Ruhestätte auf dem jüdischen Friedhof in Salzburg-Aigen.

Wie viele andere Juden wurde die Familie Singer im November 1938 aus Salzburg vertrieben und flüchteten, über Wien, nach Prag, zu Verwandten. Von dort aus erfolgte am 12. Mai 1942 die Deportation nach Theresienstadt, am 17. Mai des gleichen Jahres nach Lublin-Majdanek. Singer starb dort am 5. Juli, sein Sohn Egon am 23. September. Das Todesdatum von Paula Singer ist nicht eruierbar.

Zum Andenken an die Familie Singer wurden am 22. Juni 2009 vor der Franz-Josef-Straße Nr. 9 drei Stolpersteine verlegt.

Quelle