Kurt Anton Hueber

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Dr. phil. Kurt Anton Hueber (* 9. Juli 1928 in Salzburg) ist Komponist für Neue Musik und Musikwissenschafter.

Leben und Tätigkeiten

Kurt Anton Hueber wurde 1928 in Salzburg geboren.

Kurt Anton Hueber studierte an der Hochschule Mozarteum in Salzburg bei Johann Nepomuk David und schloß daran Studien der Musikwissenschaft und Romanistik an der Universität in Wien an.

Von 1949 bis 1950 war Kurt Anton Hueber Korrepetitor am Opernhaus in Graz.

Nach erfolgreicher Kapellmeistertätigkeit am Linzer Landestheater (1958 - 1960) übernahm er 1962 die Leitung der Musikschule der Stadt Wien Döbling, welche er bis 1995 leitete, und setzte neben seiner kompositorischen Tätigkeit intensive Forschungen auf dem Gebiet der musikalischen Akustik fort, in der Klangfarbentheorie und der Struktur des Glockenklangs. 1980 erfolgte seine Berufung als Lehrbeauftragter für Akustik an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Wien. Er war dort bis 1993 tätig.

Die Untersuchungen der Spektralstruktur nichtharmonischer Klangräume gaben dem Schaffen des Komponisten einen besonderen Impuls und eine charakteristische Note, die in seinen Werken stark zum Ausdruck kommt und ihn zur mikrotonalen Musik führte.

Kurt Anton Hueber war von 1984 bis 2001 Vorstandsmitglied des Österreichischen Komponistenbundes und war von 1991 bis 1998 der Präsident der “Internationalen Gesellschaft für Ekmelische Musik” (Salzburg). Seit seinem dortigem Amtsende als Präsident ist er dort Vize-Präsident. Seit 1989 ist Kurt Anton Hueber auch Mitglied der Interessensgemeinschaft Niederösterreichischer Komponisten (INÖK, Wien). Weiters organisiert Kurt Anton Hueber seit 1998 auch Konzerte mit Werken von zeitgenössischen österreichischen Komponisten. Seit 2001 ist Karl Anton Hueber Konsulent des Österreichischen Komponistenbundes (Wien).

Die Werke von Kurt Anton Hueber wurden unter anderem in Großstädten wie Wien, Graz, Innsbruck, Ossiach, Münster, Moskau und andere aufgeführt.

Ausbildung

1935 erhielt Kurt Anton Hueber seinen ersten Klavierunterricht. Von 1942 bis 1948 war er dann Klavierstudent an der Universität Mozarteum in Salzburg bei Franz Ledwinka. Weiters studierte er dort in der selben Zeit Violoncello bei Georg Weigl, Dirigieren bei P. Walter und Komposition bei Johann Nepomuk David. 1948 legte Kurt Anton Hueber die Reifeprüfung in den Fächern Klavier und Dirigieren an der Universität Mozarteum in Salzburg ab. Von 1950 bis 1954 studierte er dann Musikwissenschaft und Romanistik an der Universität in Wien (1955 Universität Wien: Promotion zum Dr. phil). Weiters studierte Kurt Anton Hueber noch an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien das Fach Dirigieren bei Clemens Krauss und Hans Swarowsky.

Auszeichnungen

  • Förderungspreis der Stadt Wien (1967)
  • Würdigungspreis des Landes Niederösterreich für Musik (1992)
  • Ernennung zum Ehrenmitglied der Komponistengruppe Trondheim (1995)

Stilbeschreibung

Die stilistische Entwicklung geht von Werken linear polyphoner, tonaler Struktur (vgl. seine Werke von dem Zeitraum 1958 - 1961) zu Kompositionen mit dodekaphonischen Gestaltungsprinzipien (vgl. seine Werke von 1962 - 1968). Die akustischen Forschungen des Komponisten über die Klangspektren nicht harmonisch schwingender Körper beeinflußten vor allem seine Kompositionen "Glockenspektren", "Spectrales", Iris" und "Formant spectrale". Seit 1991 wendet der Komponist auch mikrotonale Techniken an (vgl. seine Kompositionen "Dankos Herz" und "Kamaloka").