Päpstliches Institut S. Maria dell'Anima

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Kirche Santa Maria dell'Anima

Das Päpstliches Institut S. Maria dell'Anima ist eine kirchliche Einrichtung in Rom in Italien.

Über das Institut und Salzburgbezüge

Das Institut hat die Aufgabenbereiche der Pfarr- und Pilgerseelsorge und die Führung des Priesterkollegs. Sie ist zunächst jedoch der Sitz der deutschsprachigen katholischen Pfarrgemeinde von Rom und nimmt damit Teil am bunten Kreis der fremdsprachigen Gemeinden in der Diözese Rom.

Die Anima wurde um 1350 gegründet und sei am besten mit einer Klostergemeinschaft vergleichbar, der designierte Rektor ab Herbst 2020 Michael Max erklärt. „Meine Rolle ist eher die eines Abts. Dort leben rund 25 Studenten, großteils aus dem deutschsprachigen Raum, aber auch aus Polen, dem Baltikum oder Lateinamerika, die für drei bis vier Jahre an den diversen Hochschulen studieren. Um die kümmern wir uns.“ Zweite Aufgabe des Rektors ist die Führung der deutschsprachigen Pfarre in Rom: „Da gilt es Gottesdienste zu halten – und es gibt Taufen, Firmungen, Begräbnisse, aber auch Pfarrcafés und Hochzeiten.“ Seine dritte Aufgabe wird die Seelsorge für die Tausenden Pilger aus dem deutschsprachigen Raum, die jedes Jahr nach Rom strömen. Für sie müsse man Gottesdienste, Stadtführungen oder Karten für die Papstaudienz organisieren, sagt Max – der auch dafür auf rund 50 Mitarbeiter zurückgreifen kann.

Laut Insidern gilt die Anima als Kaderschmiede für Kirchenkarrieren. Max sagt dazu, dass das nicht ganz falsch. "Denn wenn eine Diözese Leute zur Spezialausbildung nach Rom schickt, hat sie mit ihnen auch etwas vor.“ Wird der Neo-Rektor nun in die innersten Machtzirkel des Vatikans aufsteigen und wöchentlich den Papst treffen? Max verneint: „Die Anima hat mit dem Papst nichts zu tun und ist auch räumlich nicht im Vatikanstaat.

Noch ein zweiter Salzburger hat eine starke Beziehung zum Institut. Der Neumarkter Künstler Johann Weyringer. Für die zum Institut gehörende Kirche Santa Maria dell'Anima wurden vom Künstler zwei Engel sowie ein im Frühjahr 2013 von Papst Benedikt XVI. gemaltes Portrait geschaffen. Zwei Engel links und rechts tragen das Himmelsgewölbe um das geschlachtete Lamm und öffnen den Raum für die besondere Mitte – „das apokalyptische Lamm“, die dritte Arbeit von Weyringer wurde im Februar 2019 in der Kirche angebracht. Das Kunstwerk ist in heißverformtem Glas gestaltet worden – der Berg Zion ist wie aus Kristallen gebaut. Zarte Goldakzente sind wie eine Intarsie eingearbeitet. Das offene blutende Herz des Lammes ist in mehreren Schichten und mit einer Glasverschmelzung dargestellt.

Franz Wasner, der mit der Trapp-Familie gesungen hatte, war von 1967 bis 1981 Rektor des Instituts.

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Quellen