Zechner Troadkasten

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Der Zechner Troadkasten.

Der Zechner Troadkasten ist ein Gebäude in der Lungauer Gemeinde Mariapfarr.

Geschichte

Der 5,5 mal sieben Meter große Getreidekasten wurde 1742 von Andrä Pogensperger, dem damaligen Besitzer des Zehenthofes Zechner, erbaut. Durch das Zusammenwirken von Eigentümer, Land Salzburg und Bundesdenkmalamt wurde die Restaurierung des gemauerten barocken Speichergebäudes 2006 ermöglicht. Die ausführende Malerfirma wurde 2006 für die qualitätvolle Restaurierung mit dem Salzburger Handwerkspreis ausgezeichnet.

Neben diesem gemauerten Kasten steht auf dem Hof noch ein zweiter, aus Holz gefertigter Kasten.

Beschreibung

Der Kasten hat drei Stockwerke (Höhe elf Meter), ist gemauert und verputzt und mit reicher Fassadenornamentik in den Farben gelb, rot und türkis bemalt. Die Geschoßgliederung wird mit dem "laufenden Hund" sichtbar gemacht. Die Gebäudekanten sind in Form einer Rustikaquaderung gestaltet. Auf dem Schindeldach sieht man eine Kugel mit einer Fahne aus Metall, dem so genannten "Drachenmaul". An der Nordseite des Kastens ist ein 1,2 m hoher und 1,75 m breiter Sockel angebaut, über sieben Stufen gelangt man hier zur eisernen Eingangstüre. Über der Tür befindet sich ein vergittertes Fenster, das von zwei Mariendarstellungen flankiert wird. Rechts die Mariazeller Muttergottes und links die Mariapfarrer Schutzmantelmadonna, oberhalb des Fensters befindet sich ein Fresko des hl. Florian. Über der Floriandarstellung unterhalb des Firstes sieht man eine kleinere Lüftungsöffnung. Die Westseite ist ohne Fenster, auf der Ostseite befindet sich in der Wandmitte ein Fenster. Nur von der Südseite gelangt man über einen Türöffnung in den gewölbten Keller. In der Mittelachse sind zwei vergitterte Fensteröffnungen, über denen sich eine Darstellung mit der Auferstehung Jesu befindet, neben den Fenstern sind wieder zwei Mariendarstellungen. Im Giebelbereich befinden sich zwei Schießscharten, dazwischen die Jahreszahl 1742 flaniert von den Buchstaben A und P. für Andrä Pogensperger.

Sämtliche Fenster und Türöffnung bis auf den Kellereingang sind gerahmt und mit Sonnen- und Mondsymbolen sowie mit Blumensträußen geschmückz, die Schießscharten sind mit einem geteilten Farbenkreis hervorgehoben. Alle Fresken tragen Stuckrahmen, die Mariendarstellungen tragen an den Ecken noch Blumensträuße und an der Unterkanten Quasten, auch auf den Geschoßbändern sitzen Blumensträuße, Sonnen- und Erdsymbole, die Eckquaderung ist geometrisch gegliedert und mit Quasten verziert.

Wie der gesamte Hof steht der Kasten unter Denkmalschutz.

Quelle