Österreichischer Segelflugrekord am Gaisberg 1934

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Der österreichische Segelflugrekord gelang dem Innsbrucker Segelflieger Karl Frena am 22. Mai 1934 vom Gaisberg, dem Salzburger Stadtberg, aus.

Der Segelflugrekord

Frena stellte einen neuen österreichischen Dauerflugrekord mit einer Hochleistungs-Segelflugmaschine vom Typ Rhönadler auf.

Karl Frena startete kurz nach 8 Uhr Früh vom Gaisberg-Plateau und landete um 19:25 Uhr nach fast elfstündigem Segelflug bei günstigen atmosphärischen Bedingungen unter großem Jubel seiner Sportkameraden auf der Zielwiese neben der Hellbrunner Kaserne in Salzburg-Nonntal. Den damaligen Rekord hatte der Linzer Gruber gehalten mit etwa der Hälfte der Zeit von Frena.

Frena hatte keinerlei Proviant mitgenommen, lediglich ein paar Zigaretten.

Es hätte eigentlich nur ein Erkundungsflug werden sollen

Den Rekordflug, der Frena maximal 720 m über die Höhe des Gaisbergs (1 287 m ü. A. brachte (also maximal 2 000 m ü. A.), konnte man auch immer wieder aus der Stadt Salzburg verfolgen. Noch vor dem Start von Frena legte dessen Innsbrucker Segelflugkamerad Josef Heiß, ein Zugsführer des Bundesheeres, mit einem Segelflug von 38 Minuten, davon 27 Minuten über Starthöhe, seine C-Prüfung ab. Mittags startete die "Kassel 20" der Salzburger Segelflieger zu einer einstündigen Begleitung mit dem Salzburger Segelflieger Hans Wolf. Auch ein französischer Teilnehmer am Pfingstflug nach Salzburg stattete dem motorlosen Flieger seinen Besuch ab, bevor er weiter über Linz nach Wien flog.

Im Laufe des Vormittags erreichte Frena dann mit rund 2 000 m ü. A. eine in Österreich bisher nicht erreichte Startüberhöhung. Wolkenbildungen machten den Flug, der anfänglich nur einer genaueren Erkundung des Gaisberggeländes dienen sollte, immer interessanter. Schließlich wagte Frena den Angriff auf den österreichischen Segelflugrekord. Dieser stand - vom Linzer Gruber - bei etwa sechs Stunden.

Am Nachmittag donnerte die dreimotorige Verkehrsmaschine der 'Oelag' auf ihrem Flug nach Wien am Gaisberg vorbei.

Kreuzflug über der Altstadt von Salzburg

Erst gegen 18:30 Uhr als sich Karl Frena sicher war, einen Zehnstundenflug absolviert zu haben, verließ er das Startgelände und setzte zum langsamen Gleitflug über die Stadt an. Bei seiner ersten Runde über die Altstadt bemerkte Frena thermische Aufwinde über dem Kapuzinerberg, die es ihm möglich erscheinen ließen, auch noch einen einstündigen Kreuzflug über Salzburg selbst anzuschließen.

Quelle