Gaisberg-Plateau

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Gaisberg-Gipfelplateau mit Sender Gaisberg im Herbst 2011: Links die ehemalige Gastwirtschaft Schihütte.
Das Gaisbergplateau aus der Luft, Flugaufnahme von Bernhard Kern;
Gaisberg-Gipfelkreuz 1 287 m ü. A.;
Eduard Kuhn-Denkmal am Gaisberg-Plateau.

Das Gaisberg-Plateau ist das Gipfelplateau des Salzburger Stadtberges Gaisberg.

Geografie

Das Gaisberg-Plateau mit der Gaisbergspitze (1 287 m ü. A.) befindet sich im Gebiet der Stadt Salzburg. Jedoch ab dem nordwestlichen und nordöstlichen Rand gehören die Abhänge bereits zur Flachgauer Gemeinde Koppl, was diese Gemeinde 2010 zum Projekt Seilbahn auf den Gaisberg veranlasste, das jedoch nie realisiert wurde.

Das Plateau liegt auf einer Höhe zwischen 1 270 m ü. A. und 1 287 m ü. A. (Gaisbergspitze). Die Höhenlinie 1 270 bis 1 280 m ü. A. umfasst 90 Prozent des gesamten Plateaus. Die restlichen zehn Prozent befinden sich im nördlichen Bereich, wo sie die Gebäude des Senders Gaisberg und der Gipfel befinden[1].

Verkehr

Das Gaisberg-Plateau ist durch die Gaisberg Landesstraße (L 108) erschlossen, die hier endet. Seit der Eröffnung der Straße am 16. Mai 1929 betreibt die Firma ALBUS Liniendienste auf das Gaisberg-Plateau.

Parken

Am Ende der Gaisberg Landesstraße (L 108) ist auf dem Gipfelplateau (Gaisbergspitze) eine Umkehrschleife gelegen, an deren verbreiterten Rand es offiziell ausgewiesen 55 Parkplätze gibt. An manchen Sonnentagen, vor allem im Frühjahr und im Herbst, befinden sich aber deutlich mehr Fahrzeuge auf dem Plateau, was zu Strafzetteln von der Polizei und zur Sperre der Straße führt. Dies wiederum sorgt regelmäßig für Unmut unter den Sonnenhungrigen und 2015 wird in der Debatte sogar schon von "Bedrohung der Existenzen und Arbeitsplätze" beim Gasthaus Kohlmayr’s Gaisbergspitz und der Wirtschaft am Spitz geschrieben.

Geschichte

Dieses Gipfelplateau hat schon erstaunlich viel Geschichte erlebt.

19. Jahrhundert

Hier befand sich die Bergstation der Gaisbergbahn. Die letzten fahrplanmäßigen Personenzüge der Gaisbergbahn fuhren am 30. Oktober 1928 und nach der Eröffnung der Gaisbergstraße 1929 wurden 1930 die Anlagen abgebaut.

In der Mitte stand seit etwa 1880 die Villa Pflauder, das einstige Atelier des Fotografen Friedrich Pflauder, das auch k. k.-Postablage war. Im Gebäude dieser Villa Pfauder befand sich später das Vitalgasthaus Gaisbergs und heute das Gasthaus Kohlmayr’s Gaisbergspitz.

Das 1887 erbaute, 1939 abgebrannte Hotel Gaisbergspitze wurde nicht wieder errichtet. Es stand am westlichen Rand des Gipfelplateaus.

20. Jahrhundert

1929 wurde die Gaisberghöhenstraße eröffnet, die hier endet. Ab diesem Jahr fanden dann die legendären Gaisbergrennen statt, dessen Ziel knapp unterhalb des Gipfelplateaus war, damit die Rennfahrzeuge und -motorräder noch Auslauf hatten. Auf dem Parkplatz nahmen sie dann Aufstellung für die Talfahrt, die geschlossen in Konvoi nach Beendigung des jeweiligen Wertungslaufes stattfand.

Am 2. November 1930 führte Hans Wolf den ersten Salzburger Zielflug von der Gaisbergspitze zum Flugfeld Maxglan mit einer Zögling durch.

Während des Zweiten Weltkriegs wurden weitere Gebäude errichtet, da eine geheime Forschungsstation eingerichtet wurde. In der Kantinenbaracke der Deutschen Wehrmacht ist heute die Goasn Alm untergebracht.

Auf dem Gaisberg-Plateau befindet sich auch der Sender Gaisberg des ORF Landesstudios Salzburg mit einem 100 m hohen Sendemast, der 1956/57 errichtet wurde. Seit 1998 werden hier Blitze erforscht. Die rund 50 Blitze, die jährlich direkt in den 100 Meter hohen Sendemasten einschlagen, können direkt gemessen werden. Eine Spezialkamera läuft permanent mit und liefert 1 000 Bilder pro Sekunde.

Das Plateau wird auch als Absprungfläche für Paraglider sehr gerne verwendet.

Denkmäler

Am Gaisberg-Plateau befinden sich Denkmäler zweier Luftfahrtpioniere, Prof. Otto v. Steinhart († 1989) und Eduard Kuhn (* 1893 in Eire, USA; † 1932 in Salzburg).

Gasthäuser

Öffentliche Einrichtungen

Eine öffentliche Toilette (WC) - auch für Behinderte - befindet sich an der Rückseite des Gasthauses Wirtschaft am Spitz.

Sonstiges

Die Wasserversorgung auf dem Gaisberg-Plateau erfolgt mittels Lieferung durch Wassertransporter.

Bildergalerie

Weg am Gaisberg-Plateau mit Blick zur Osterhorngruppe
Gaisberg Landesstraße am Gaisberg-Plateau, Panoramaansicht: Ost nach West

weitere Bilder

 Gaisberg-Plateau – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im Salzburgwiki

Quellen

Einzelnachweise

  1. Quelle SAGIS, Höhenlinien und Höhenangaben, abgefragt am 21. Dezember 2015]