Adalbert von Fohnsdorf

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Adalbert von Fohnsdorf (auch Albert von Fohnsdorf; † 1322) war 1293 bis 1322 Bischof von Chiemsee.

Leben

Er entstammte der Salzburger Ministerialenfamilie der Herren von Fohnsdorf und Rabenstein in der Steiermark. Nach einem Studium in Padua wurde er nach dem Tod des Chiemseeer Bischofs Friedrich von Fronau von seinem Onkel, dem Salzburger Erzbischof Konrad IV. von Fohnsdorf, am 8. Oktober 1293 zu seinem Nachfolger ernannt.

Seine Bemühungen als Bischof galten der Beilegung des Konflikts zwischen dem Erzbischof und Herzog Albrecht von Österreich. Als Bischof von Chiemsee war er gleichzeitig Weihbischof in Salzburg. Mehrmals ist er in weihbischöflicher Funktion außerhalb seines Sprengels belegt. 1307 visierte er im Auftrag des Erzbischofs den Pfarrer von Taxenberg, 1310 nahm er am Salzburger Provinzialkonzil teil und 1311 bis 1312 am Konzil von Vienne. Als Bischof von Chiemsee setzte er sich für den Bau einer bischöflichen Residenz in Salzburg ein. Hierfür erwarb er 1313 zum Grundstück neben der Laurentiuskirche, das Chiemsee in der päpstlichen Einrichtungsbulle zugesprochen wurde, einen Garten vom St.-Peter-Stift. Mit der Errichtung der Residenz begann er 1315. Noch heute trägt das Gebäude den Namen Chiemseehof.

Es ist weder bekannt, wo Adalbert von Fohnsdorf starb, noch wo er bestattet wurde.

Quelle

Zeitfolge