Alexander Wieland

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Alexander Wieland

Alexander Wieland (* 1972 in Salzburg) ist Tanzleiter des Salzburger Fackeltanzes.

Vorgestellt

Er kommt in der Lederhose, mit handgestrickten Stutzen und einer moosgrünen Lodenweste über dem kurzärmligen Hemd. "Ich fühle mich in der Tracht wohl. Da können die Leute noch so schauen."

Im Trachtengwand wird Alexander Wieland auch beim Fest zur Festspieleröffnung am 25. Juli 2009 seinen Auftritt haben (22.30 Uhr). Dann wird er 160 Tänzerinnen und Tänzer beim Fackeltanz auf dem Salzburger Residenzplatz anführen. Mit ihren Fackeln werden die 80 Tanzpaare Figuren ins Dunkel zeichnen.

Für Wieland, Obmann des städtischen Brauchtumsvereins Jung Alpenland, ist es seine Premiere als Tanzleiter. Erfahrung sammelte er als Vortänzer in den vergangenen Jahren. Der Stadt-Salzburger übernimmt das Zepter von Michael Nußdorfer, der den Fackeltanz fünf Jahrzehnte lang geprägt hat.

Wenige Tage vor der Aufführung zeigt sich Wieland zuversichtlich, dass alles gut über die Bühne gehen wird. "Wichtig ist, dass die Tänzer die Fackeln gleichzeitig schwingen und keiner patzt. Die getanzten Figuren müssen ein Bild ergeben." Seine größte Sorge gilt dem Wetter: Wenn es regnet, fällt der Fackeltanz ins Wasser.

Über Freunde sei er als 19-Jähriger zu "Jung Alpenland" gekommen, vorher habe er mit Brauchtum nichts am Hut gehabt, erzählt Wieland. "Ich bin in den Verein hineingewachsen." Es gehe darum, Salzburger Traditionen weiterzugeben, etwa Volkstänze, das Schuhplattln oder Bräuche wie die Wilde Jagd.

Beruflich ist Alexander Wieland Techniker im Außendienst bei der Niederlassung eines dänischen Gebäudetechnikkonzerns in Grödig. Oft müsse er erzählen, was er bei der Brauchtumsgruppe mache, sagt er. "Viele können sich das nicht vorstellen und schauen zuerst einmal verwundert." Die gleichen Leute würden dann aber bei Events wie dem Edelweißkränzchen ausflippen.

Um "Jung Alpenland" dreht sich in der Familie viel. Über den Verein hat Wieland seine Frau Michaela kennengelernt. "Und auch die Buben ziehen schon gern eine Lederhose an und sind stolz, dass sie dabei sein dürfen." Und da macht sich der Vater dann doch Gedanken, ob sich deswegen andere Kinder in der Schule beziehungsweise im Kindergarten über sie lustig machen könnten. "Noch ist es für sie etwas ganz Selbstverständliches."

Quelle

  • Salzburger Nachrichten (Daniele Pabinger)