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Antonius Salamanca-Hoyos

Antonius Salamanca-Hoyos (* um 1506; † 1551 in Conegliano, Veneto, Italien) war Bischof von Gurk.

Leben

Antonius Salamanca-Hoyos war der Bruder von Juan de Hoyos, der mit Karl V. nach Deutschland kam und den österreichischen Zweig der Adelsfamilie Hoyos begründete.

Nachdem er bereits Koadjutor des Bistums Gurk unter Bischof Hieronymus Balbi war, übernahm er nach dessen Resignation 1526 zunächst als Administrator das Bistum. Erst 1539 suchte er in Rom um Erlaubnis an zum Bischof geweiht zu werden. Am 13. November 1539 wurde dazu die Genehmigung erteilt. Zunächst erhielt er in Venedig die niederen Weihen, am 1. Februar 1540 wurde er Subdiakon, einen Tag darauf Diakon. Es gibt keinen Beleg für eine Bischofsweihe, jedoch trat er ab 1540 in seinem Bistum als Bischof und nicht mehr als Administrator auf.

In seine Regierungszeit fiel die Ausbreitung des Protestantismus. Er zeigte großes wirtschaftliches Interesse, es gelang ihm sogar, das stark verschuldete Bistum zu entlasten. In seine Regierungszeit fiel auch ein Vertrag zwischen dem Salzburger Erzbischof und Ferdinand I., der die zukünftige Besetzung des Gurker Bischofsstuhls regelte. Dieser Vertrag blieb bis 1918 gültig.

Auf der Reise zum Konzil von Trient wurde der Bischof in Conegliano in Venetien von seinem Kammerdiener ermordet, angeblich weil er diesen nicht bezahlen wollte. Er wurde in der örtlichen Kirche Santa Maria beigesetzt.

Quelle


Zeitfolge