Benediktinerabtei Zwiefalten

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Kloster Zwiefalten 1826

Das Benediktinerabtei Zwiefalten ist ein ehemaliges Benediktinerkloster in Zwiefalten, Württemberg, Deutschland, etwa auf dem halben Weg zwischen Stuttgart und dem Bodensee.

Geschichte

Die Abtei wurde 1089 von den Grafen Kuno und Liutold von Achalm als standesgemäße Rückzugs- und Begräbnisstätte gegründet. Die ersten Bewohner waren zwölf Mönche und fünf Laienbrüder aus dem von den cluniazensischen Reformen geprägten Kloster Hirsau im Nordschwarzwald. In den Jahren 1095 bis 1139 erlebte die Abtei eine erste Blütezeit und entwickelte sich zu einem kulturellen und religiösen Zentrum der Region. In der Zeit der Bauernkriege, die besonders im Südwesten Deutschlands heftig waren, wurde Zwiefalten 1525 geplündert.

Im 15. Jahrhundert wurde die ursprünglich romanische Abteikirche in gotischen Stil umgestaltet, was auf die den wirtschaftlichen Aufschwung der Abtei in dieser Zeit hinweist. Kunstgeschichtlich bedeutsam ist der Neubau des Zwiefaltener Münsters von 1741 bis 1753 durch den Baumeister Johann Michael Fischer, der damit ein Hauptwerk des Spätbarock schuf.

Das Kloster wurde am 25. November 1802 säkularisiert und der Besitz fiel an das 1806 zum Königreich erhobene Württemberg. Ab 1812 wurden die Gebäude als „königliche Landesirrenanstalt“ genutzt, später als psychiatrisches Landeskrankenhaus. Das heutige „Zentrum für Psychiatrie - Münsterklinik Zwiefalten“ wird seit 2003 durch das Württembergische Psychiatriemuseum ergänzt.

Salzburgbezug

Aus der Abtei Zwiefalten kam akademischen Personal an die Benediktineruniversität Salzburg, so z. B.

Quelle