Christoph Wenisch

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Christoph Wenisch

Christoph Wenisch (* 1970) ist Leiter der Interspar-Gastronomie bei der Spar-AG.

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Ob er als Lehrling beim Zwiebelschneiden gedacht hat, dass er eines Tages täglich 35.000 Gäste zu verpflegen haben würde? "Nein, ganz sicher nicht", sagt Christoph Wenisch lachend. Seit dem 1. Jänner 2010 hat er nämlich als Leiter der Interspar-Gastronomie zu tun. In dieser Funktion ist er Herr über 50 Restaurants und 23 Cafés. Noch 2010 werden es vier Lokale mehr sein.

Die Arbeit macht ihm sichtlich große Freude. "Ich bin durch und durch Gastronom", sagt er. Sein bisheriger Karriereweg beweist das auch. Gelernt hat er den Beruf im Welser Tourotel (heute Trend Hotel). Und er hat ihn gut gelernt. Was die Auszeichnung "Bester Fachlehrling Oberösterreichs" beweist.

Anschließend durchlief er die klassischen Stationen eines Kochs. Den ersten Feinschliff erhielt er als Saisonnier in österreichischen Tourismusregionen. "Das Geschäft dort ist hart. Aber das gehört dazu. Was man dort lernt, ist Belastbarkeit", sagt er.

Am meisten aber habe er im Ausland gelernt: "Mit 25 heuerte ich mit zwei Freunden in der Karibik an", sagt er. Dort durfte das Trio das Restaurant eines Kanadiers aufbauen. Es hieß "Pickled Ognions" und befand sich direkt an einer Anlegestelle für Kreuzfahrtschiffe. Den Job haben die drei in erster Linie deshalb bekommen, weil sie Österreicher waren, erinnert er sich. "Die gelten international in der Gastronomie fast schon als Spezialeinheiten", sagt Wenisch. Vier Jahre lang dauerte das kulinarische Abenteuer, dann kehrte er nach Wien zurück, wo er sofort einen guten Job bei Do & Co erhielt. Das war 2002. Kurz darauf lernte er schon die Abläufe des Nobelcaterers in New York kennen. "Do & Co ist als Caterer Weltmarktführer", sagt er. Nicht zuletzt dank des ausgeklügelten Systems. Heute würde er jedem Kochlehrling raten, ins Ausland zu gehen. "Man lernt andere Völker kennen und andere Sichtweisen. Diese Erfahrung ist unbezahlbar", sagt er.

Dass er 2005 bei Interspar landete, war übrigens nur einem Zufall zu verdanken. "Ich wollte mit meiner Frau Melanie ein Café im Europark eröffnen", erinnert er sich. Irrtümlich hätten sich die beiden an den damaligen Leiter der Gastronomie, Gerhard Dullnig, gewandt. Der sagte zu seiner Frau: "Da bin ich nicht zuständig – aber Ihren Mann könnte ich brauchen." Wenisch sagt, damals habe er nicht lange überlegt. Schon bald darauf wurde er zu Dullnigs Stellvertreter bestimmt. Nach dessen Abschied steht er jetzt ganz oben. Was nicht heißt, dass er sich jetzt ausruhen kann: "In der Gastronomie ist das anders", sagt Wenisch. "Wenn da ein Koch ganz oben ist, dann ist der Druck am größten."

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