Der Eiserne Besen

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Der Eiserne Besen war eine antisemitische Zeitschrift. Das Blatt erschien von 1921 bis 1923 in Wien, dann bis zu seiner Einstellung 1932 in Salzburg. Die Zeitschrift wurde vom Antisemitenbund herausgegeben und erschien zeitweise wöchentlich, zeitweise am 5. und 20. eines Monats und erreichte eine Auflage von bis zu 6 000 Exemplaren.

Allgemeines

Das Blatt verbreitete wie der nationalsozialistische Stürmer skandalisierende personalisierte Geschichten, wobei sexuelle Skandale die Schlagzeilen und große Teile des Blattinhalts bestimmten. Sogar im Vergleich zu anderen antisemitischen Zeitschriften war der Inhalt primitiv und bestand nur aus Sexgeschichten, Ritualmordanschuldigungen und aus antisemitischen Karrikaturen, die aus anderen Blättern übernommen wurden. Seit den frühen 1920er-Jahren unterstützte die Zeitung die deutsche und die österreichische NSDAP und bezeichnete Adolf Hitler 1932 als den einzigen deutschen Politiker, der den Juden offen und unbarmherzig gegenübertrete.

Die Zeitschrift veröffentlichte für Salzburg ein sogenanntes Judenkataster, der alle jüdischen Bürger Salzburgs umfasste. Im „Judenpranger“ listete man nichtjüdische Bürger auf, die in jüdischen Geschäften kauften. Die 1920 gegründeten Salzburger Festspiele waren für die Zeitschrift ein großes Feindbild, da sie als „verjudet“ galten. Gegen einzelne Künstler wie Alexander Moissi oder Max Reinhardt betrieb die Zeitung umfangreiche Kampagnen.

Quelle

Eintrag in der deutschsprachigen Wikipedia zum Thema "Der Eiserne Besen"