Dolomitgestein

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dolomitischer Dachsteinkalk auf dem Festungsberg

Das Dolomitgestein ist ein Sedimentgestein überwiegend marinen Ursprungs, ein Karbonat-Gestein, das zu mindestens 90 Prozent aus dem Mineral Dolomit besteht.

Aussehen

Dolomit besitzt unverwittert vorwiegend eine grauweiße, aber auch leicht rosa oder aber eine grauer Farbe. Diese Farbe ist umso dunkler ist, je höher der Magnesiumgehalt im Gestein ist. B Liegt der Dolomitgehalt des Gesteines niedriger als 90 %, wird das Gestein als dolomitischer Kalkstein bezeichnet. Im Gegensatz zu Kalkgesteinen weist Dolomit eine splitternde Oberfläche auf. Fossilien sind in Dolomit fast nie zu beobachten.

Name

Das Gestein ist nach dem französischen Geologen und Mineralogen Déodat Guy Sylvain Tancrède Gratet de Dolomieu (* 1750 in Dolomieu, Frankreich; † 1801 in Châteauneuf, Frankreich) benannt und findet sich im Salzburger Land u. a. auch in den sogenannten "Salzburger Dolomiten", wie die Ausläufer des Dachsteinmassivs auch genannte werden.

Dolomit als Mineral

Als Dolomit bezeichnet man ein Mineral, das das Dolomitgestein wesentlich bildet.

Entstehung und Alter des Dachsteinkalkes und des Dolomitgesteins

Mit dem allmählichen Absinken kontinentaler Randlagen am Beginn des Erdmittelalters entstand zwischen Eeurasien und dem afrikanischen Kontinent das mächtige Binnenmeer der Tethys, wo unter tropischen und subtropischen Klimabedingengen flache Lagunen mit mächtigen Korallenriffen entstanden. Diese Flachwasserablagerungen wurden durch das weitere Absinken des Kontinentalrandes immer mächtiger. Hier entstanden Dachsteinbankkalke und Dachstein-Riffkalke, die durch Ummineralisation teilweise zu Dolomitgesteinen wurde. Es können mit fließenden Übergängen daher je nach Entstehung einerseits grob zwischen

  • Dachstein-Plsttenkalk (Gestein)
  • Dachstein-Riffkalk (Gestein)

unterschieden werden, die beide innerhalb der oberen Trias dem Nor zuzuordnen sind. Bei den Dolomitgesteinen gehören zur Hallstätter Decke der Dolomit aus dem Anis, zur Reiteralmdecke der Untere und der oberer Raumsaudolomit (Ladin Karn) sowie Reichenhaller Dolomiteinsprengungen (Unteranis). Daneben kann grob zwischen

  • Wettersteindolomit-Gestein
  • Hauptdolomit- Gestein

Vorkommen in Salzburg

Zu den Salzburger Kalkhochalpen gehören die Steinplatte, die Loferer, die Leoganger und die Reiter Steinberge, weiters das Steinerne Meer, das Massiv des Hochkönigs, das Hagengebirge, das Tennengebirge, das Massiv des Gölls und der Untersberg. Diese Kalkhochalpen werden in wechselnden Anteilen aus Dachsteinkalk und Dolomitgestein (Wettersteindolomit und Hauptdolomit) aufgebaut.


Bilder

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Quellen

  • Quellen zum Mineral "Dolomit":
enns:Dolomit und dortige Quelle Schumann, Walter: Der neue BLV Steine- und Mineralienführer, 2002, BLV Verlagsgesellschaft mbH, München, ISBN 978-3405153021,
www.mineralienatlas.de Dolomit